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Software-Tool soll Personalplanung im Krankenhaus verbessern

Ein neues Software-Tool könnte die Personalplanung bei der Pflege in Krankenhäusern verbessern. Das Tool ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Forschern aus der Pflegewissenschaft und der Mathematik an der Fachholschule Bielefeld.
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Die Personalplanung in Kliniken könnte durch entsprechende Software unterstützt werden

Die Pflegepersonalplanung im Krankenhaus bedarfsgerechter zu gestalten – Das war das Ziel eines Teams von Forschern aus Pflegewissenschaft und Mathematik. Sie entwickelten ein neues Software-Tool, mit dem unter anderem der Pflegeaufwand von Patienten und die Bedürfnisse von Pflegekräften bestimmt und in die Planung integriert werden können. Dazu wurde unter anderem ein Patientenklassifikationssystem entwickelt, mit dem sich aus den Zustands- und Behandlungsmerkmalen der Patienten der zeitliche Pflegeaufwand prognostizieren lässt. Mit dem System ist es möglich, die Soll-Schichtbesetzung einer Station auf den Pflegeaufwand auszurichten.

Bedürfnisse von Patienten und Pflegepersonal integrieren

Zudem werden die speziellen Bedürfnisse der Pflegekräfte wie etwa verlässliche freie Tage, aber auch besondere Belastungen wie der Nachtdienst in die Planung einbezogen. Wenn all diese unterschiedlichen Faktoren berücksichtigt werden, zeigt sich, dass eine bedürfnisorientierte Personalplanung sehr komplex ist – was nach Meinung der Forscher für die Arbeit mit dem im FiliP-Projekt entwickelten Tool spricht.

Drei Jahre lang arbeiteten die Forscher im Projekt FiliP (Flexible und intelligente Pflegepersonalplanung) zusammen. Die Projektleiter Prof. Dr. Annette Nauerth vom Institut für Bildungs- und Versorgungsforschung im Gesundheitsbereich (InBVG) des Fachbereichs Wirtschaft und Gesundheit sowie die Mathematiker Prof. Dr. Hermann-Josef Kruse und Prof. Dr. Bernhard Bachmann vom Forschungsschwerpunkt Angewandte Mathematische Modellierung und Optimierung (AMMO) des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik stellten die Ergebnisse ihrer Arbeit im September 2018 erstmals vor. Einig waren sich die Forscher, dass nur durch das Aufeinanderzugehen, die Offenheit und Neugier auf beiden Seiten ein solch innovatives Ergebnis zustande kommen konnte.

 

Entscheidungsfindung in der Personalplanung unterstützen

Der Prototyp des Software-Tools basiert auf einem mathematischen Modell (Petri-Netz) und enthält zahlreiche Daten, wie z. B. die Sollbesetzung einer Station, gesetzliche Bestimmungen sowie – bisher in Ansätzen – die Bedürfnisse der Pflegekräfte und Angaben zum Pflegeaufwand der Patienten. Mit diesen Daten können Simulationen durchgeführt werden, welche die Entscheidungsfindung in der Personalplanung unterstützen. Verantwortliche können so beispielsweise testen, wie sich ein höherer Anteil an Teilzeitkräften, das Wegfallen oder Hinzunehmen von Personal oder verschiedene Arbeitszeit- und Schichtmodelle auf die Personalbesetzung einer Station auswirken. Die Bedienung des Tools erfolgt über eine Excel-Oberfläche. Da es sich um eine Open Source-Lösung handelt, kann es kostengünstig verbreitet werden.

Foto: © Peera – Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Pflege
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