. Alkohol

So lässt sich der Kater vermeiden

An den Weihnachtstagen und zu Silvester wird traditionell reichlich Alkohol konsumiert. Experten geben Tipps, wie sich der Kater vermeiden lässt.
Katerstimmung

An Festtagen wird traditionell viel Alkohol konsumiert

Etwa jeder Siebte (15 Prozent) trinkt an Weihnachten und Silvester mehr Alkohol als sonst. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag des Verbandes der privaten Krankenversicherung (PKV). Männer gaben das häufiger an (18 Prozent) als Frauen (12 Prozent.

Besonders auffallend: jeder vierte Jüngere (24,9 Prozent der 18- bis 24-Jährigen) hat vor, an den Feiertagen einen „über den Durst“ zu trinken. Und auch abseits der Festtage gilt: Gerade in geselligen Runden ist das Alkohol-Limit schnell überschritten. Auf der Party schenkt der Gastgeber ständig nach, in der Bar ist Happy Hour, und Tanzen macht durstig.

Einfache Regeln für den maßvollen Alkoholgenuss

Doch es gibt einfache Regeln, die helfen, es auch bei besonderen Anlässen mit dem Alkohol nicht zu übertreiben. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat sie zusammengestellt. Tipp Nr. 1: Löschen Sie Ihren Durst nie mit Alkohol. Dafür eignen sich Mineralwasser oder Fruchtsaftschorle viel besser. Außerdem sparen Sie so lästige Kalorien.

Trinken Sie Alkohol nicht schnell. Lassen Sie sich Zeit. Wer sein Glas hinunterschüttet, wird von der Wirkung des Alkohols überrascht. Ein weiterer Vorteil: Wenn Sie langsam trinken, halten Sie immer ein Glas in der Hand und bekommen nicht gleich wieder ein neues aufgedrängt.

Kater vermeiden: Öfter mal eine Runde aussetzen

Kennen Sie jemanden, der langsamer trinkt als Sie? Nehmen Sie sich ihn als Beispiel und trinken Sie mindestens genauso langsam. Trinken Sie gern Longdrinks? Es gibt auch alkoholfreie, leckere Mixgetränke. Hochprozentigem wie Korn oder Whisky sollten Sie in jedem Fall aus dem Weg gehen.

Trinken Sie zwischendurch immer wieder ein Glas Wasser oder Saftschorle. Das bremst nicht nur den Alkoholkonsum, es gleicht auch den alkoholbedingten Flüssigkeitsverlust aus. Setzen Sie öfter mal eine Runde aus. Kein Mensch wird es Ihnen übelnehmen. Oder lassen Sie einfach einen Rest im Glas, wenn Sie in einer Runde sind, in der niemand vor einem leeren Glas sitzen darf.

Nicht aus Frust oder Langeweile trinken

Nehmen Sie keinesfalls an Trinkspielen teil und gehen Sie nicht auf Flatrate-Partys. Dort können Sie einem überhöhten Alkoholkonsum kaum entgehen. Lehnen Sie solche Angebote grundsätzlich ab. Trinken Sie nicht aus Frust, Traurigkeit oder Langeweile. Greifen Sie nicht zum Glas, um sich die gewünschte Feierlaune anzutrinken.

Für den Alltag gibt es offizielle Empfehlungen für sogenannten risikoarmen Alkohol-Konsum. Für Frauen liegt der Grenzwert bei 12 Gramm reinen Alkohols täglich, so viel stecken in 0,25 l Bier oder 0,1 l Wein. Männer dürfen täglich 24 Gramm zu sich nehmen, das sind 0,5 l Liter Bier oder 0,2 l Wein. Für alle gilt außerdem: zwei alkoholfreie Tage in der Woche. Wenn man sich als gesunder Erwachsener daran hält, bleibt das Risiko für gesundheitliche Schäden gering.

Onlinerechner: Wieviel Promille habe ich im Blut?

Auf der Website kenn-dein-limit.de gibt es einen Promillerechner. Mit dem kann man online errechnen, wie viel Promille man nach einer bestimmten Menge Alkohol – zum Beispiel nach zwei Gläsern Wein – im Blut hat. Der Promillewert (Blutalkoholkonzentration) lässt sich auch für zwei aufeinanderfolgende Tage, an denen Alkohol getrunken wurde, errechnen. Individuelle physiologische Merkmale, Krankheiten oder Medikamente können die Blutalkoholkonzentration  beeinflussen.

Gleichzeitig erfährt man über den Rechner, wie stark bereits ein alkoholisches Getränk die Wahrnehmungsfähigkeit beeinflusst und welche körperlichen Folgen der Alkoholkonsum im konkreten Fall hat.

Foto: DoraZett/fotolia.com

Autor: bab
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