Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

So kommt man gesund durch die kalte Jahreszeit

Samstag, 6. November 2021 – Autor:
Masken und Abstandsgebot gegen Corona haben im vergangenen Winter auch die Zahl der Erkältungs- und Grippefälle deutlich zurückgehen lassen. Manche Mediziner sagen: Dadurch ist die Immunabwehr aus der Übung gekommen. Weil jetzt eine vierte Corona-Welle und die Erkältungssaison gleichzeitig kommen, ist es diesmal besonders wichtig, das Immunsystem durch einen gesunden Lebensstil zu stärken.
Frau hält sich im Winter schützend einen Schal vors Gesicht.

Vierte Corona-Welle, Auffrischungsimpfungen, Erkältungssaison: In diesem Winter ist es besonders wichtig, sein Immunsystem präventiv zu stärken. – Foto: AdobeStock/Rido

Im bevorstehenden Winter hat unser Immunsystem voraussichtlich besonders viel zu leisten. Eine vierte Corona-Welle baut sich auf, die Erkältungssaison beginnt. Und gerade hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die zu allererst gegen Covid-19 Geimpften aufgerufen, sich noch ein drittes Mal impfen zu lassen, um die Immunantwort des Körpers zu festigen. Manche Mediziner vertreten zudem die Ansicht, dass die Corona-Hygieneregeln in der Erkältungssaison vor einem Jahr viele wintertypische Infekte von uns ferngehalten haben – mit der Folge, dass das Immunsystem gewissermaßen ein bisschen aus der Übung gekommen ist. Die übliche Grippewelle jedenfalls ist in der Saison 2019/2020 laut Robert-Koch-Institut (RKI) so gut wie ausgefallen.

Fitness fürs Immunsystem: Das Drei-Punkte-Programm

„Jetzt ist es wichtig, die Abwehrmechanismen des Körpers nachhaltig zu stärken“, sagt Heidi Günther, Apothekerin bei der Barmer und schlägt ein Programm aus drei Komponenten vor: regelmäßig Bewegung, eine gesunde Ernährung und ausreichend Entspannung. Bereits kleine Anpassungen im Alltag könnten einen großen Einfluss auf das Immunsystem haben. Dazu zählten beispielsweise eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse sowie der Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum. „Gerade in der kalten Jahreszeit sollte regelmäßige Bewegung in den Alltag integriert werden und zwar am besten an der frischen Luft“, betont Günther. Zudem habe auch ausreichend erholsamer Schlaf einen Einfluss auf die Abwehrkraft. Nicht zuletzt sollte besonders auf eine gründliche Handhygiene geachtet werden.

 

Wie gesunde Ernährung das Immunsystem unterstützt

Wie eine immunfördernde Ernährung aussehen kann, beschreibt das „HausArzt-PatientenMagazin“: Wer täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst isst, versorgt den Körper mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen. Diese sind wichtig für eine intakte Immunabwehr. Auch Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Erbsen enthalten wertvolle Nährstoffe und gesunde Kohlenhydrate. Sie machen satt, halten die Verdauung gesund und sind wegen ihres hohen Eiweißgehalts ideal für Veganer und Vegetarier.

Weil Stress dem Immunsystem schadet: Abends relaxen

Bewegung an der frischen Luft ist nicht nur deshalb empfehlenswert, weil hier ein Corona-Infektionsrisiko minimal ist, selbst wenn man gemeinsam Sport treibt. Die Exposition gegenüber der Herbst- und Winterkälte trainieren den Körper auch darin, sich an niedrige Temperaturen anzupassen und härten ihn ab. Die Experten des Hausärzte-Magazins empfehlen eine halbe Stunde Bewegung am Tag – egal ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Außerdem: ausreichend Schlaf und wenig Stress. Der Grund dafür: Das Stresshormon Cortisol, das bei Dauerbelastung vermehrt im Blut zirkuliert, beeinträchtigt unter anderem die normale Funktion des Immunsystems. „Gut ist daher, jeden Abend eine kleine Auszeit für einen Abendspaziergang, die Lieblingsmusik, ein gutes Buch, ein duftendes Entspannungsbad oder eine Tasse Beruhigungstee einzuplanen“, heißt es in dem Patientenmagazin weiter. „Auch Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga stärken das Immunsystem.“

Diese Hausmittel helfen bei Fieber und Erkältungen

Sollte man sich trotzdem einmal eine Erkältung einfangen, empfiehlt Barmer-Ärztin Günther, zunächst auf bewährte Hausmittel zurückzugreifen. Oftmals ließen sich so die Beschwerden lindern und der Krankheitsverlauf verkürzen. „Erkältungsbäder oder das Inhalieren mit Wasserdampf können unangenehme Atembeschwerden abmildern“, sagt die Apothekerin. „Gegen Heiserkeit und Halsschmerzen hilft eine Mundspülung mit Salbei oder Kamille. Bei Erkältungen mit Fieber können Betroffene zudem Wadenwickel anwenden.“

Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Immunsystem , Infektionskrankheiten , Grippe , Impfen
 

Weitere Nachrichten zum Thema „Gesundheit in Herbst und Winter“

28.10.2019

Auch wenn die Werbung oft anderes suggeriert: Obwohl der Körper regelmäßig das UV-Licht der Sonne braucht, um in der Haut Vitamin D zu produzieren, leiden die wenigsten an einem medizinisch relevanten „Mangel“ – selbst im Winter. Einigen (Risiko-)Gruppen aber wird geraten, Vitamin D als Zusatzpräparat einzunehmen.

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Plötzlicher Herzstillstand: Für zufällig Anwesende oder Angehörige ist das selbst eine Extremsituation. Aus Aufregung oder aus Angst davor, etwas falsch zu machen, wird oft gar nichts gemacht. Dabei kommt es hier wirklich auf Minuten an – und durch entschlossenes Handeln kann man Leben retten. Eine App der Deutschen Herzstiftung begleitet Laien dabei, im Herznotfall richtig zu reagieren.


Sie gehört zu den heftigsten Schmerzerfahrungen, die Menschen machen können. Schauplatz der Attacken ist das besonders stark mit Nerven versorgte und deshalb besonders empfindliche Gesicht. Frauen trifft es häufiger als Männer, meist beginnt die Schmerzkrankheit ab einem Alter von 40: die Trigeminusneuralgie.
 
Kliniken
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin