. Lärm und Gesundheit

„So geht leise“ – Tag gegen Lärm klärt auf

Am 27. April 2016 findet der 19. Tag gegen Lärm (International Noise Awareness Day) statt – in diesem Jahr unter dem Motto „So geht leise“. Die Öffentlichkeit soll damit über das Problem Lärm, aber auch über Lösungsmöglichkeiten gegen tägliche Lärmbelästigung aufgeklärt werden.
Tag gegen den Lärm 2016

Straßenlärm beeinträchtigt die Deutschen am stärksten

Dass Lärm ein Faktor ist, der unsere Gesundheit maßgeblich beeinträchtigen kann, ist mittlerweile durch zahlreiche Studien erwiesen. Dennoch wird diesem Umstand immer noch zu wenig Beachtung geschenkt, wie Experten anlässlich des Tages des Lärms, der jedes Jahr am 27. April stattfindet, monieren. „So geht leise“ ist das Motto des diesjährigen Aktionstages, der auf das Problem Lärm, vor allem aber auf Ideen und Lösungsmöglichkeiten hinweisen will, die dem täglichen Lärm entgegengesetzt werden können. Dafür finden deutschlandweit verschiedene Aktionen statt.

Lärm schadet der Gesundheit auf vielfältige Weise

Ob Geräusche als Lärm bewusst wahrgenommen werden, hängt in erster Linie von der Bewertung der Schallquelle durch den Hörer ab. Doch auch wenn wir uns an den Lärmpegel gewöhnt haben, kann er unbewusst weiter auf Körper und Psyche wirken. So kann Lärm den biologischen Rhythmus stören, Schlafstörungen verursachen, die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, zu erhöhtem Stressempfinden und sogar zum Tinnitus führen. Neue Untersuchungen weisen zudem darauf hin, dass Lärm auch das Herzkreislaufsystem nachhaltig schädigen kann. Und Forscher haben herausgefunden, dass laute Krankenhausgeräusche den Genesungsprozess der Patienten beeinträchtigen können.

Doch obwohl dies alles bekannt ist, bleibt Lärm unser ständiger Begleiter. Am stärksten fühlen sich die Deutschen dabei durch Straßenlärm gestört, aber auch Fluglärm wird von vielen als Belästigung wahrgenommen. Hinzu kommen laute Baustellen, störende Nachbarn oder beeinträchtigende Geräusche am Arbeitsplatz. Und viele Menschen setzen sich zusätzlich noch freiwillig hohen Geräuschpegeln aus, zum Beispiel durch Disko- oder Konzertbesuche oder laute Musik über In-Ohr-Kopfhörer.

Bundesweite Aktionen zum Tag des Lärms

Das Ziel des Tages gegen Lärm ist es, die Aufmerksamkeit für das Problem Lärm zu erhöhen und das Bewusstsein für die Sinneswahrnehmung Hören zu stärken. Zu den Aktionen, die an diesem Tag stattfinden, gehören unter anderem kostenlose Hörschwellenmessungen, Vorträge und Filme über das Hören und über lärmbewusstes Verhalten, Gespräche mit Experten, Pegelmessungen an öffentlichen Orten sowie die Veranstaltung „15 Sekunden der Ruhe“ am Tag gegen Lärm um 14:15 Uhr. Zudem finden Aufklärungs- und Informationsveranstaltungen zu Handlungsmöglichkeiten und Rechtsansprüchen für von Lärm betroffene Menschen statt.

Foto: © Gina Sanders

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin
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| Verschiedene Studien konnten mittlerweile belegen, dass Lärm krank machen und sich vor allem negativ auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken kann. Dennoch herrscht sogar in Krankenhäusern oft ein Lärmpegel, der vergleichbar ist mit dem auf einer Straßenkreuzung.

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