. „Altershaut“

Senile Purpura: Vitamin C hilft

Senile Purpura sind typische Alterserscheinungen der Haut, die besonders an sonnenexponierten Stellen auftreten. Französische Forscher konnten nun zeigen, dass eine Vitamin-C-haltige Creme gegen die Hautschäden wirksam sein kann.
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Die Pupura senilis macht sich durch brüchige Haut und sternförmige, violett erscheinende Läsionen bemerkbar

Kennzeichen der senilen Purpura sind Ekchymosen, sternförmige Narben, sowie insgesamt eine dünne, brüchig erscheinende Haut. Die Schäden treten infolge einer gesteigerten Gefäßfragilität auf und sind vor allem bei älteren Menschen zu beobachten. Insbesondere Hautstellen, die oft der Sonne ausgesetzt sind, wie an Händen, Unterarmen oder Unterschenkeln, finden sich die Läsionen, die häufig bräunlich oder dunkelviolett erscheinen. Nach Wochen oder Monaten können sich die Verfärbungen zurückbilden, oft bleiben sie jedoch bestehen.

Neben dem Alter und einer häufigen Sonnenexposition können bestimmte Arzneimittel wie beispielsweise Kortikosteroide, Warfarin oder Acetylsalicylsäure, Clopidogrel) die Ekchymosen verstärken. Eine Behandlung der senilen Purpura ist grundsätzlich nicht notwendig, denn die Hautläsionen haben keine gesundheitlichen Folgen. Dennoch können sie aus kosmetischen Gründen stören. Wer daher etwas gegen die Hautveränderungen tun möchte, könnte es mit Vitamin-C-haltiger Creme versuchen – das haben kürzlich Forscher Universitätsklinik Besançon in Frankreich gezeigt.

Senile Purpura als Folge von Vitamin-C-Mangel?

An der Studie der französischen Wissenschaftler um Philippe Humbert nahmen 18 Patienten teil, die im Durchschnitt 88 Jahre alt waren. Alle Probanden zeigten ausgeprägte Symptome der Purpura senilis, die auch als „Bateman's Purpura“ bezeichnet wird. Der Studie lag die Hypothese zugrunde, dass es sich bei den senilen Purpura um eine lokale Form der Vitamin-C-Mangelkrankheit Skorbut handelt. Daher müssten sich die Hautveränderungen bei Anwendung einer topischen Vitamin-C-Therapie bessern, so die Annahme.

Die Ärzte behandelten die Studienteilnehmer mit einer Creme, die einen Vitamin-C-Gehalt von fünf Prozent aufwies. Da es sich um ein instabiles Vitamin handelt, war die Ascorbinsäure zum Schutz vor Sonnenlicht und Sauerstoff in Glycerol emulgiert und mit einer Silikonbasis verarbeitet. Zum Vergleich diente eine identisch aussehende neutrale Creme ohne Vitamin C. Die Applikation erfolgte verblindet durch die Patienten selbst, und zwar so, dass jeweils ein Präparat an einer Körperseite aufgetragen wurde.

Vitamin-C-haltige Creme verbesserte Hautstruktur

Wie sich zeigte, war nach zwölf Wochen das Hautbild bei 88 Prozent der Patienten an den mit Vitamin C behandelten Stellen deutlich besser geworden. Die Flecken waren zurückgegangen und die Haut war dicker und elastischer. Bei den mit der neutralen Creme behandelten Hautstellen zeigte sich nur in acht Fällen eine Verbesserung, das sind 47 Prozent. Diesen Erfolg erklären die Studienautoren mit dem Effekt der Hautmassage beim Eincremen.

Dass Vitamin C die Hautstruktur bei der senilen Purpura verbesserte, verwunderte die Forscher nicht, da das Vitamin ihren Angaben zufolge im Stoffwechsel der Haut eine wichtige Rolle spielt. So sei Vitamin C an der Kollagensynthese und an Wundheilungsprozessen beteiligt, wirke als Radikalfänger und schütze vor schädigenden Lichteffekten. Mit zunehmender Hautalterung nehme der Vitamin-C-Gehalt in der Haut jedoch ab. Verstärkt werde dieser Prozess durch UV-Licht, aber auch durch Zigarettenrauch und Ozon.

Foto: © Bojan - Fotolia.com

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Hauptkategorie: Medizin
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