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Seelische Gesundheit in der digitalen Welt erhalten

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf unsere Psyche? Darauf richtet die 11. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit ab dem 9. Oktober 2017 unter dem Motto „Seelische Gesundheit in der digitalen Welt“ ihren Fokus.
Digitalisierung und seelische Gesundheit

Die Digitalisierung hat Vor- und Nachteile - auch für die seelische Gesundheit

Das Internet hat nicht nur das Arbeitsleben, den Alltag und die Gewohnheiten der Menschen verändert, sondern auch deren Wahrnehmungen, Gefühle und den zwischenmenschlichen Kontakt. Vor allem viele jungen Menschen verlegen ihre Kommunikation weitgehend auf digitale Medien wie Facebook, Instagram oder Twitter. Doch wie wirkt sich diese digitale Dauerpräsenz auf die seelische Balance aus? Dieser Frage geht die 11. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit, die vom 9. bis 15. Oktober 2017 stattfindet, unter dem Motto „Seelische Gesundheit in der digitalen Welt“ nach. Während der Aktionswoche laden über 100 Veranstalter, darunter Berliner Kliniken, Kontakt- und Beratungsstellen, Therapiezentren oder Selbsthilfegruppen, zu Workshops, Vorträgen, Fachtagungen, Ausstellungen, Konzerten und vielem mehr ein.

Digitalisierung hat Vor- und Nachteile

Immer mehr Menschen fühlen sich durch die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche belastet. Auch am Arbeitsplatz leiden viele Beschäftigte unter der Informationsflut und der permanenten Erreichbarkeit. Häufige Folgen sind zunehmende Erschöpfung sowie die Entgrenzung zwischen Arbeits- und Privatleben. Doch die Digitalisierung hat auch viele Vorteile: Spezielle Plattformen, Gesundheits-Apps und „E-Mental Health“-Angebote ermöglichen es Menschen mit psychischen Problemen, sich schnell und unkompliziert Hilfe und Unterstützung im Netz zu suchen.

Auch soziale Medien werden zunehmend dazu genutzt, um sich über Therapien und persönliche Erfahrungen auszutauschen. Die Schirmherrin der 11. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit, die Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kolat, betont daher die Vor- und Nachteile in der Nutzung der neuen Technologien: „Die Digitalisierung ist nicht per se gut oder schlecht. Es kommt darauf an, was wir daraus machen und wie wir in dieser veränderten Lebenswelt auf unser kostbarstes Gut, die Gesundheit, achten“, so Kolat.

 

„Digital Detox“ als Strategie

Eine Strategie gegen die digitale Dauerpräsenz lautet „Digital Detox“ – die digitale Entgiftung. Unter dieser Überschrift lädt das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) am Montag, dem 9. Oktober 2017, zu einer Auftaktveranstaltung im Maison de France in Berlin ein. Dort wird gemeinsam mit Fachexperten wie dem Bestseller-Autor Professor Manfred Spitzer darüber diskutiert, wie wir Risiken für unsere Gesundheit im Umgang mit der Technologie vermeiden können. Eröffnet wird die Veranstaltung vom Landesbeauftragten für Psychiatrie, Dr. Thomas Götz.

Die Berliner Aktionswoche wird seit 2007 vom Aktionsbündnis Seelische Gesundheit koordiniert und wird von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie von Spenden öffentlicher und privater Institutionen aus dem Gesundheitsbereich unterstützt. Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine bundesweite Initiative, gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit. Zu den 90 Mitgliedsorganisationen zählen die Selbsthilfeverbände der Betroffenen und Angehörigen von Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie viele Verbände aus den Bereichen Psychiatrie, Gesundheitsförderung und Politik.

Foto: © kite_rin - Fotolia.com

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