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19.07.2021

Schwimmen gehen mit Insulinpumpe: Tipps für Diabetiker

Schwimmen gehen mit Insulinpumpe: Exerten geben Tipps für Diabetiker. Vor dem Abnehmen der Pumpe müssen sie ihren Blutzuckerspiegel messen.
Die Insulinpumpe wird zum Schwimmen abgenommen

Schwimmen gehen mit Insulinpumpe: Exerten von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe geben Tipps für Diabetiker. Die müssen vor dem Abnehmen der Insulinpumpe unbedingt ihren Blutzuckerwert messen.

Insbesondere in sehr kaltem Wasser steigt der Energieverbrauch aufgrund des höheren Verlusts der Körperwärme und durch die Bewegung, erläutert Prof. Thomas Haak, Vorstandsmitglied von diabetesDE und Chefarzt am Diabetes Zentrum Mergentheim.

Schwimmen gehen mit Insulipumpe: Tipps für Diabetiker

Wie Diabetiker mit Insulinpumpe schwimmen gehen können:

  • Vor dem Abkoppeln der Pumpe Blutzucker messen.
  • Die Pumpe erst bei einem Wert zwischen 120 und 180 mg/dl abkoppeln.
  • Darauf achten, dass Katheternadel und verbleibendes Schlauchstück durch ein wasserdichtes Pflaster geschützt sind, zum Beispiel ein Katheterpflaster.
  • Alle 30 Minuten den Blutzucker kontrollieren.
  • Vor dem Messen Hände gut abtrocknen. Wasser kann das Ergebnis der Messung beeinflussen.
  • Insulinpumpe sauber, trocken und kühl lagern.
 

Insulinpumpe oder Pen in Kühltasche transportieren

Bei einem niedrigen Blutzuckerwert hilft Menschen mit Diabetes vor dem Sprung ins Wasser ein kleiner kohlehydratreicher Snack. Kommt es zu einer spontanen Unterzuckerung, hilft Traubenzucker, am besten in flüssiger Form. Ist der Glukosespiegel hingegen zu hoch, ist eine Extradosis Insulin notwendig, heißt es weiter in einer Pressemitteilung.

Darüber hinaus empfiehlt der Diabetologe, Insulin beziehungsweise Pen oder Pumpe nicht der direkten Sonne auszusetzen und diese in einer Kühlbox/-tasche oder Thermosflasche mitzunehmen. Das Insulin darf keinen unmittelbaren Kontakt mit den Kühlelementen haben. Auch für Insulinpumpe, Teststreifen, Blutzuckermessgerät und Medikamente gilt: vor starker Sonneneinstrahlung schützen sowie sauber und trocken lagern. 

Bei Hitze öfter Glukosespiegel überprüfen

"Wir empfehlen insulinbehandelten Menschen mit Diabetes, an heißen Tagen öfter ihre Glukosewerte zu überprüfen, denn neben Überzuckerungen können auch zu niedrige Werte auftreten", erklärt Professor Haak.

Denn zum einen wirke bei hohen Temperaturen bei manchen Betroffenen das Insulin viel schneller, zum anderen spielen auch Lebensstilfaktoren wie Bewegung und Ernährung beim Auftreten von Unterzuckerungen eine Rolle.

Zitternde Hände und Schwindelgefühl

Gerade beim Schwimmen können Unterzuckerungen leicht unerkannt bleiben oder falsch gedeutet werden. Zitternde Hände und ein Schwindelgefühl sind häufig auftretende Anzeichen einer Unterzuckerung.

Insbesondere für ältere Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 ist wichtig, auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu achten. Im Alter kann das Durstempfinden nachlassen und in Kombination mit einem instabil eingestellten Stoffwechsel eine Austrocknung fördern.

diabetesDE empfiehlt Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees oder Saftschorlen aus Fruchtsaft und Wasser (zum Beispiel 1 Teil Saft, 3 Teile Wasser) als Durstlöscher. Erwachsene sollten am Tag mindestens 1,5 Liter trinken, bei starkem Schwitzen noch mehr. Eine Scheibe Zitrone, etwas frischer Ingwer oder frische Pfefferminze peppen Mineralwasser geschmacklich auf.

Foto: Adobe Stock/ Click_and_Photo

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