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Schwarzkümmelöl – Wie gesund ist es wirklich?

Schwarzkümmelöl wird schon seit Jahrtausenden gegen eine Vielzahl von Beschwerden eingesetzt und gilt auch heute noch manchen Menschen geradezu als Allheilmittel. Doch was ist dran an den Behauptungen über die positiven gesundheitlichen Wirkungen des Öls?
Schwarzkümmel

Schwarzkümmelöl werden verschiedene gesundheitliche Effekte nachgesagt

Schwarzkümmelöl soll gegen die unterschiedlichsten Erkrankungen helfen. So wird dem Öl, das aus dem Echten Schwarzkümmel (Nigella sativa) gewonnen wird, nachgesagt, wirksam gegen Heuschnupfen, Asthma, Blähungen, Bluthochdruck und Harnwegserkrankungen zu sein.

Auch auf Haut und Haare soll das Öl eine positive Wirkung haben, zudem das Immunsystem stärken und sogar vor Krebs schützen. Schmerzlindernd, entzündungshemmend, blutdrucksenkend, entkrampfend und antibakteriell sind nur einige der Attribute, die Alternativmediziner dem Pflanzenöl zuschreiben. Doch bislang gibt es nur wenige wissenschaftliche Studien, welche die medizinische Wirkung von Schwarzkümmelöl belegen.

Bisher nur wenige Studien am Menschen

Aus den Samen der Gewürzpflanze werden traditionell zwei Ölarten hergestellt: ein fettes Öl, das durch Pressen gewonnen wird, und ein ätherisches Öl, welches durch einen Verdampfungsprozess entsteht. Dem ätherischen Öl werden vor allem keimtötende Eigenschaften nachgesagt, die auf dem hohen Bestandteil an Thymochinon beruhen sollen.

Das fette Schwarzkümmelöl enthält bei schonender Herstellung hohe Anteile an Linolsäure, einer zweifach ungesättigten Fettsäure, die als sehr gesund gilt. Insbesondere Gamma-Linolsäure wird für die vielfältigen gesundheitsfördernden Effekte von Schwarzkümmelöl verantwortlich gemacht.

Die meisten positiven Effekte des Schwarzkümmelöls beruhen vermutlich auf diesen ungesättigten Fettsäuren. Allerdings wurden die meisten Untersuchungen zur gesundheitlichen Wirkung bisher nur in vitro oder mit Hilfe von Tierexperimenten durchgeführt. Breit angelegte Studien zu Effekten von Schwarzkümmelöl bei Menschen fehlen hingegen.

Schwarzkümmel wird häufig in der arabischen Küche verwendet

Schwarzkümmel wird im östlichen Mittelmeerraum und Vorderasien seit Tausenden von Jahren kultiviert und als Gewürz verwendet. Die Samen schmecken leicht nussig und feinherb und werden bis heute auf Fladenbrot gestreut. In einigen Ländern wird Schwarzkümmelöl als Speiseöl genutzt.

In Verbindung mit anderen Bestandteilen werden die Samen in klassischen Gewürzmischungen des Orients verwendet, beispielsweise in Ras el Hanout und indischen Currymischungen. In Europa wird das Öl aufgrund der nachgesagten gesundheitlichen Wirkungen immer öfter auch in Kapseln angeboten und als Nahrungsergänzungsmittel in Apotheken verkauft.

Nebenwirkungen sind selten

Generell ist Schwarzkümmelöl gut verträglich. Bei empfindlichen Personen kann es jedoch die Magenschleimhaut reizen und sollte daher nicht auf leeren Magen eingenommen werden. Auch vermehrtes Aufstoßen kann vorkommen. Bei extremen Überdosierungen sind zudem Leber- und Nierenschäden möglich.

Kaltgepresstes Öl bevorzugen

Wer Schwarzkümmelöl kaufen möchte, sollte darauf achten, dass es kaltgepresst ist. „Schwarzkümmelöl ist sehr empfindlich“, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin Daniela Krehl on der Verbraucherzentrale Bayern. „Es hält sich maximal drei Monate.“ Krehls Tipp für den Einkauf: „Dass ein Pflanzenöl kaltgepresst ist, erkennt man nur daran, dass es auch auf der Flasche steht. Fehlt der Hinweis, kann man davon ausgehen, dass das Öl erhitzt worden ist.“

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