Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Schwangerschaftsdiabetes: Auf was man aufpassen muss

Dienstag, 9. November 2021 – Autor:
Das beste Mittel gegen Diabetes in der Schwangerschaft ist: abnehmen – und zwar schon vor dem Kinderkriegen. Erhöhte Blutzuckerwerte treten bei werdenden Müttern oft nach dem sechsten Monat auf – und können ein Warnsignal für eine spätere Diabetes-Erkrankung sein.
Schwangere verweigert Zuckergebäck, um Schwangerschaftsdiabetes zu verhindern.

Schwangere können durch mehr Bewegung und die richtige Ernährung selbst viel dafür tun, um erhöhte Blutzuckerwerte wieder in den Normalbereich zu bringen. Experten raten: keine großen Mengen Kohlenhydrate auf einmal und Lebensmittel bevorzugen, die den Blutzucker langsam ansteigen lassen. – Foto: AdobeStock/Kawee

Übergewicht, Adipositas und ein genetisches Risiko: Das sind die größten Risikofaktoren für Schwangerschaftsdiabetes. Wer zu viel wiegt, sollte am besten schon vor der Schwangerschaft unbedingt abnehmen. „Das ist die beste Möglichkeit, Schwangerschaftsdiabetes zu vermeiden", erklärt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Sandra Hummel, die am Helmholtz Zentrum München zu der Erkrankung forscht, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber".

Wichtig: Mehr Bewegung und richtige Ernährung

Der Rat von Diabetes-Experten an die Adresse von Schwangeren: einen Zuckerbelastungstest machen, üblicherweise zwischen der 24. und 28. Woche, weil es meistens erst dann zu erhöhten Werten kommt. Frauen mit erhöhtem Risiko sollten ihre Werte eventuell schon früher überprüfen lassen.

 

Hoher Blutzucker: Nie viele Kohlenhydrate auf einmal essen

Bei wem ein veränderter Blutzuckerwert festgestellt wird, kann durch mehr Bewegung und die richtige Ernährung selbst viel dafür tun, um den Wert wieder in den Normalbereich zu bringen. Für die Ernährung gilt: keine großen Mengen Kohlenhydrate auf einmal, sondern über den Tag verteilt essen und Lebensmittel bevorzugen, die den Blutzucker langsam ansteigen lassen, etwa Vollkorn- statt Weißmehlprodukte.

Auch nach der Geburt: Zucker immer wieder kontrollieren

„Nach der Geburt normalisiert sich der Blutzuckerwert zunächst fast immer“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Hummel. Trotzdem sei Schwangerschaftsdiabetes als Warnsignal des Körpers zu verstehen: Wichtig sei es, den Zucker immer wieder zu kontrollieren – das erste Mal sechs Wochen nach der Geburt mit einem Test beim Diabetologen. „Wenn die Werte normal ausfallen, sollte der Test alle zwei bis drei Jahre wiederholt werden", sagt Hummel. „Diese Nachsorge zahlt sich aus, denn damit kann Diabetes Typ 2 oft verhindert werden.“

Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Diabetes , Blutzucker , Schwangerschaft
 

Weitere Nachrichten zum Thema „Schwangerschaft und Gesundheit“

08.09.2021

Trinken schwangere Frauen Alkohol, kann das bei ihren Kindern geistige, seelische und körperliche Schäden anrichten, an denen sie ihr ganzes Leben lang leiden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät deshalb werdenden Müttern, in Schwangerschaft und Stillzeit konsequent alkoholfrei zu leben.

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Plötzlicher Herzstillstand: Für zufällig Anwesende oder Angehörige ist das selbst eine Extremsituation. Aus Aufregung oder aus Angst davor, etwas falsch zu machen, wird oft gar nichts gemacht. Dabei kommt es hier wirklich auf Minuten an – und durch entschlossenes Handeln kann man Leben retten. Eine App der Deutschen Herzstiftung begleitet Laien dabei, im Herznotfall richtig zu reagieren.


Sie gehört zu den heftigsten Schmerzerfahrungen, die Menschen machen können. Schauplatz der Attacken ist das besonders stark mit Nerven versorgte und deshalb besonders empfindliche Gesicht. Frauen trifft es häufiger als Männer, meist beginnt die Schmerzkrankheit ab einem Alter von 40: die Trigeminusneuralgie.
 
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin