Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Schwangerschaft: Zu viele Kilos sind schädlich

Freitag, 13. Mai 2022 – Autor:
Fast 40 Prozent aller Schwangeren sind übergewichtig oder sogar adipös. Werdende Mütter sollten aber ihr Gewicht im Blick haben und auf gesunde Ernährung achten. Denn: Eine übermäßige Gewichtszunahme erhöht gesundheitliche Risiken auch für das Kind.
Schwangere Frau mit kleiner Tochter auf dem Gemüsemarkt.

Gurken, Tomaten, Himbeeren: Eine eiweißreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse ist wichtig für die Gesundheit von Schwangeren und ihrem Baby. – Foto: Wort & Bild Verlag/Getty Images/Zukovic

Kind, Fruchtwasser und Plazenta: Werdende Mütter tragen mehr in ihrem Körper und bringen daher selbstverständlich auch mehr Kilos auf die Waage. „Dennoch sollten sie ihr Gewicht im Blick haben – denn eine übermäßige Gewichtszunahme erhöht gesundheitliche Risiken für Mutter und Kind“, schreibt das Apothekenmagazin „Baby und Familie" in seiner aktuellen Ausgabe.

Mehrheit der Frauen nimmt in der Schwangerschaft übermäßig zu

„Mittlerweile sind bereits fast 40 Prozent aller Schwangeren übergewichtig oder sogar adipös. Tendenz leider steigend“, warnt Hans Hauner, Direktor des Else-Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin der Technischen Universität München in dem Apothekenmagazin. „Die Mehrheit davon nimmt in der Schwangerschaft mehr zu als sie sollte."

 

Expertenrat: Vor der Schwangerschaft prophylaktisch abnehmen

Normalgewichtigen Schwangeren wird in Deutschland eine Gewichtszunahme zwischen 11,5 und 16 Kilo bis zur Geburt empfohlen. Wer bereits übergewichtig ist, sollte hingegen nur noch sieben bis 11,5 Kilo zulegen. Übergewichtigen Frauen mit Kinderwunsch empfiehlt Ernährungsmediziner Hauner, bereits vor der Schwangerschaft abzunehmen, um die Gefahr von Bluthochdruck und Schwangerschaftsdiabetes zu vermindern. „Schon eine Gewichtsreduktion von fünf bis zehn Prozent wirkt sich positiv auf die Gesundheit und den Schwangerschaftsverlauf aus."

Tipps für gesunde Ernährung in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft empfiehlt sich „Baby und Familie" zufolge ein Frühstück aus einem Vollkornbrot mit Quark, Ei oder Käse, kombiniert mit – je nach Vorliebe – Tomaten, Gurke, Paprika und ein paar Himbeeren. Oder aus über Nacht in Wasser oder (Pflanzen-)Milch eingeweichten Haferflocken, garniert mit einer Handvoll Nüssen und Beeren. Für mittags oder abends sollte der Teller zur Hälfte mit Gemüse und Obst gefüllt sein. Die andere Hälfte entfällt auf eiweiß- und kohlenhydratreiche Lebensmittel. Zu den tierischen Eiweißquellen zählen zum Beispiel Eier, Fleisch und Fisch, zu den pflanzlichen gehören Nüsse, Samen, Kerne und Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen.

Wichtig für Schwangere: Auch genügend trinken

Wichtig ist es ebenso ausreichend zu trinken. Wasser, etwa aufgepeppt mit Gurken- oder Zitronenscheiben, sowie ungesüßte Früchte- und Kräutertees sind die beste Wahl. Ingwertee, warm oder kalt genossen, hat einen weiteren Vorteil für Schwangere: Er hilft gegen Übelkeit.

Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Ernährung , Übergewicht , Adipositas , Schwangerschaft
 

Weitere Nachrichten zum Thema „Schwangerschaft“

28.10.2021

Sahnetorte, Essiggurken, Fastfood: In der ersten Hälfte der Schwangerschaft kann die Lust auf bestimmte Lebensmittel Frauen rasend machen. Doch Experten raten werdenden Müttern, ihr Essverhalten unter Kontrolle zu bringen und nicht zu stark zuzunehmen. Sonst erhöht das auch beim Kind das Risiko, später übergewichtig zu werden.

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten

Zur Senkung hoher Cholesterinwerte werden Statine als Mittel der Wahl eingesetzt, da sie wirksam vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen. Berichte über Nebenwirkungen verunsichern viele Patienten. Wie sicher und verträglich sind diese Cholesterinsenker?

 
Interviews
Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin