. Coronavirus

Schutzmasken können Haut irritieren

Die wegen der Corona-Pandemie nötigen Schutzmasken können Hautirritationen auslösen. Das berichten italienische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the European Acadamy of Dermatology und Venereology.
Mund-Nasen-Schutz, Atemschutzmaske, Schutzmaske, chirurgische Maske

Der Mund-Nasen-Schutz kann Hautirritationen auslösen

Die wegen der Corona-Pandemie nötigen Schutzmasken können Hautirritationen auslösen. Das berichten italienische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the European Acadamy of Dermatology und Venereology.

Eine Team um Sheila Veronese von der University of Verona hat die auch in der Bevölkerung oft verwendeten chirurgischen Masken mit einem Elektronenmikroskop untersucht, um festzustellen, ob und wie sie zu Hautproblemen beitragen können.

Weniger Luftaustausch, mehr Kohlendioxid

Die Masken wurden von zehn Freiwilligen 1,5 Stunden lang ununterbrochen getragen. Nach 1,5 Stunden finden sich Schmutz und organisches Material (Atemprodukte, Zellfragmente) in der Maske. Das trägt dazu bei, die Poren der Masken zu verschließen und den Luftaustausch zu verschlechtern.

Die Fasern der Masken verformten sich, wahrscheinlich durch das Berühren mit den Händen. Auch das kann die Porosität der Masken verringern und Veränderungen der Akkumulationsniveaus von Sauerstoff und Kohlendioxid im Raum zwischen Gesicht und Maske bewirken.

 

Schutzmasken können Haut irritieren

Hinzu kommen die durch die Masken verursachten Änderungen der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur zwischen Maske und Haut, die zu einer Änderung der Hautmikroumgebung führen können. Eine Fehlregulation der Hautmikroumgebung kann entzündliche Hauterkrankungen verursachen.

Die Schutzmasken können also die Haut irritieren. Nach einem Monat mit chirurgischen Masken berichteten zwei von zehn Probanden über zunehmenden Juckreiz während des Maskentragens. Ein weiterer Proband erkrankte an Akne Rosacea, die vier Monate lang behandelt werden musste.

Was hilft, Hautirritationen zu vermeiden

Was hilft, Hautirritationen zu vermeiden: Die American Academy of Dermatology empfiehlt, täglich das Gesicht mit einer milden Waschlotion zu reinigen und mit einer Feuchtigkeitscreme einzucremen. Wer unter Akne leidet, benutzt eher ein Gel. Die Lippen werden mit Vaseline gepflegt. Unter der Maske sollte am besten auf Make-up verzichtet werden - wenn, dann ein Produkt benutzen, das "nicht-komedogen" oder "oil-free" ist.

Aggressivere Haupflege-Produkte wie Retinoide, Salicylsäure oder After Shave lassen Maskenträger besser weg. Für die Stoffmasken ist Baumwolle am besten geeignet, synthetische Fasern nicht. Die Stoffmasken werden täglich mit einem milden Waschmittel gewaschen. Masken, die nicht mehr sitzen, werden aussortiert. Noch ein Tipp vor allem für Beschäftigte im Gesundheitswesen: Alle vier Stunden eine 15-minütige Maskenpause einlegen.

Foto: Adobe Stock/demphoto

Hauptkategorie: Corona
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Dermatologie , Coronavirus
 

Weitere Nachrichten zum Thema Atemschutzmasken

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
 
 
. Interviews
Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Das Essen in deutschen Krankenhäusern hat keinen besonders guten Ruf. Dabei lässt sich mit wenig Mehraufwand viel erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Christian Löser erklärt die medizinischen und ökomischen Effekte einer gesunden Ernährung im Krankenhaus.
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.