Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
18.09.2020

Schutzmasken können Haut irritieren

Die wegen der Corona-Pandemie nötigen Schutzmasken können Hautirritationen auslösen. Das berichten italienische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the European Acadamy of Dermatology und Venereology.
Mund-Nasen-Schutz, Atemschutzmaske, Schutzmaske, chirurgische Maske

Der Mund-Nasen-Schutz kann Hautirritationen auslösen

Die wegen der Corona-Pandemie nötigen Schutzmasken können Hautirritationen auslösen. Das berichten italienische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the European Acadamy of Dermatology und Venereology.

Eine Team um Sheila Veronese von der University of Verona hat die auch in der Bevölkerung oft verwendeten chirurgischen Masken mit einem Elektronenmikroskop untersucht, um festzustellen, ob und wie sie zu Hautproblemen beitragen können.

Weniger Luftaustausch, mehr Kohlendioxid

Die Masken wurden von zehn Freiwilligen 1,5 Stunden lang ununterbrochen getragen. Nach 1,5 Stunden finden sich Schmutz und organisches Material (Atemprodukte, Zellfragmente) in der Maske. Das trägt dazu bei, die Poren der Masken zu verschließen und den Luftaustausch zu verschlechtern.

Die Fasern der Masken verformten sich, wahrscheinlich durch das Berühren mit den Händen. Auch das kann die Porosität der Masken verringern und Veränderungen der Akkumulationsniveaus von Sauerstoff und Kohlendioxid im Raum zwischen Gesicht und Maske bewirken.

 

Schutzmasken können Haut irritieren

Hinzu kommen die durch die Masken verursachten Änderungen der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur zwischen Maske und Haut, die zu einer Änderung der Hautmikroumgebung führen können. Eine Fehlregulation der Hautmikroumgebung kann entzündliche Hauterkrankungen verursachen.

Die Schutzmasken können also die Haut irritieren. Nach einem Monat mit chirurgischen Masken berichteten zwei von zehn Probanden über zunehmenden Juckreiz während des Maskentragens. Ein weiterer Proband erkrankte an Akne Rosacea, die vier Monate lang behandelt werden musste.

Was hilft, Hautirritationen zu vermeiden

Was hilft, Hautirritationen zu vermeiden: Die American Academy of Dermatology empfiehlt, täglich das Gesicht mit einer milden Waschlotion zu reinigen und mit einer Feuchtigkeitscreme einzucremen. Wer unter Akne leidet, benutzt eher ein Gel. Die Lippen werden mit Vaseline gepflegt. Unter der Maske sollte am besten auf Make-up verzichtet werden - wenn, dann ein Produkt benutzen, das "nicht-komedogen" oder "oil-free" ist.

Aggressivere Haupflege-Produkte wie Retinoide, Salicylsäure oder After Shave lassen Maskenträger besser weg. Für die Stoffmasken ist Baumwolle am besten geeignet, synthetische Fasern nicht. Die Stoffmasken werden täglich mit einem milden Waschmittel gewaschen. Masken, die nicht mehr sitzen, werden aussortiert. Noch ein Tipp vor allem für Beschäftigte im Gesundheitswesen: Alle vier Stunden eine 15-minütige Maskenpause einlegen.

Foto: Adobe Stock/demphoto

Hauptkategorie: Corona
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Dermatologie , Coronavirus
 

Weitere Nachrichten zum Thema Atemschutzmasken

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Was viele sich lange wünschten, wurde unter dem Druck der Pandemie Wirklichkeit: Arbeiten im Homeoffice. Doch jetzt zeigt sich: Die neue Freiheit ist nicht immer auch gesund. Mehr als ein Drittel der Heimarbeiter klagt über Rückenschmerzen und andere Beschwerden. Auch der negative Stress wird mehr.


Wer spät am Abend viel und Schweres isst, schläft schlecht – und umgekehrt. Das ist bekannt. Eine Studie aus den USA an über 400 Frauen zeigt jetzt: Nicht nur der Zeitpunkt des Essens ist entscheidend, sondern auch die grundsätzliche Auswahl. Wer sich also konsequent gesund ernährt, kann dauerhaft leichter ein- und besser durchschlafen.
 
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin