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Schmerzende Sehnen nach Sport: Diese Therapien können helfen

Freitag, 14. August 2020 – Autor:
Sehnen können durch Sport stark überlastet werden. Besonders häufig treten kleinste Sehnenverletzungen an Sprung- und Kniegelenk auf. Diese Therapien können den Heilungsprozess beschleunigen.
Die Achillessehne ist besonders anfällig für Überlastungen im Sport

Die Achillessehne ist besonders anfällig für Überlastungen im Sport – Foto: ©eshana_blue - stock.adobe.com

Ob Kraftsport oder Dauerlauf – unsere Sehnen müssen einiges aushalten. Nicht selten werden die Sehnen durch Sport so überlastet, dass es zu kleinen Verletzungen oder Entzündungen kommt. Besonders anfällig sind die Achillessehne am Sprunggelenk und die Patellarsehne am Kniegelenk.

Wenn eine schmerzhafte und in ihrer Funktion eingeschränkte Sehnenstruktur vorliegt, sprechen Mediziner von einer Tendinopathie. Die birgt die Gefahr eines Sehnenrisses und macht Sport nur noch sehr eingeschränkt möglich. Das ist bitter für jeden Sportler.

Exzentrische Krafttraining derzeitiger Goldstandard

Mit bestimmten Übungen kann die Heilung der verletzten Sehne jedoch beschleunigt werden. Nach Angaben der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) hat sich das „exzentrische Krafttraining´ in der konservativen Behandlung der Achilles- und Patellarsehnen-Tendinopathie besonders bewährt. Es gilt derzeit als Goldstandard bei dieser Indikation.

„Für Anpassungen des Sehnengewebes ist allerdings die Höhe der einwirkenden Kräfte, die Geschwindigkeit und Qualität der Bewegungsausführung sowie deren Dauer bedeutsamer als die Kontraktionsform der mechanischen Spannung erzeugenden Muskulatur“, betont GOTS-Vorstand PD Dr. Thilo Hotfiel. Neben dem exzentrischen Krafttraining zeigten deshalb ebenso das isometrische, konzentrische und (Heavy) Slow Resistance Training gute klinische Ergebnisse.

Die verschiedenen Trainingsformen müssen individuell auf den Sportler angepasst werden. Ausschlaggebend sind das Stadium, die Lokalisation, die Belastungsfähigkeit und das Schmerzlevel. „Mit abnehmenden Beschwerden gilt es nach einer ersten Phase langsamer und besonders kontrollierten Übungen die Belastungen zu steigern und sowohl verstärkt schnellkräftige als auch sportspezifische Bewegungsmuster in das Trainingsprogramm zu integrieren“, weiß Sportmediziner Hotfiel.

 

Keine Kortisonspritzen empfohlen

Positive Effekte hat demnach auch die extrakorporale Stoßwellentherapie. „Bei Mid-Portion-Tendinopathien ist häufig eine Kombination von Stoßwellentherapie und exzentrischem Krafttraining wirksam“, so der Experte. Nur von Kortisonspritzen rät er ab. Auf solche Injektionen sollte bei Tendinopathien verzichtet werden.

Foto: © Adobe Stock/eshana blue

Hauptkategorie: Medizin
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