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12.02.2018

Schlechtes Licht beeinträchtigt das Denkvermögen

Schlechtes Licht kann die Gehirn-Leistungen und damit das Denkvermögen beeinträchtigen. Zu dem Schluss kommt eine US-Studie.
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Schlechtes Licht beeinträchtigte im Tierversuch die Gehirn-Leistung

Schlechtes Licht  kann die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen. Zu dem Schluss kommt eine US-Studie. Forscher hatten Nilgrasratten, die wie Menschen tagaktiv sind und nachts schlafen, vier Wochen lang jeweils 12 Stunden lang  entweder schwachem (50 Lux) oder hellem (1000 Lux)  Licht ausgesetzt.

Die Nager, die vier Wochen lang dem schwachen Licht ausgesetzt waren, verloren ungefähr 30 Prozent ihrer Kapazität im Hippocampus, einer Gehirnregion, die für das Lernen und das Gedächtnis zuständig ist. Sie zeigten außerdem eine schlechtere Leistung bei einer räumlichen Aufgabe, die sie zu lösen hatten.

Gehirn-Leistung konnte sich wieder erholen

Die Ratten, die hellem Licht ausgesetzt waren, schnitten deutlich besser ab bei der Lösung der Aufgabe. Als die Nagetiere, die dem schwachen Licht ausgesetzt waren, vier Wochen lang - nach einer Pause von einem Monat - hellem Licht ausgesetzt waren, erholte sich ihre Gehirnkapazität und ihre Fähigkeit, die Aufgabe zu lösen, vollständig.

Zu viel Zeit in schwach beleuchteten Räumen und Büros zu verbringen, kann die Struktur des Gehirns also tatsächlich verändern und die Fähigkeit, sich zu erinnern und zu lernen, reduzieren, bilanzieren die an der Studie beteiligten Wissenschaftler der Michigan State University. Amerikaner verbringen Durchschnitt etwa 90 Prozent ihrer Zeit in geschlossenen Räumen.

 

90 Prozent der Zeit in geschlossenen Räumen

Das schummrige Licht in der Studie entspreche bewölkten Wintertagen im Mittleren Westen oder einer typischen Innenbeleuchtung, erläutert Ko-Autor Antonio Nunez. Das erkläre beispielsweise, warum Menschen nach einem mehrstündigen Aufenthalt in einem Einkaufszentrum oder einem Kino auf einem vollbesetzten Parkplatz nicht mehr ihr Auto finden.

Dabei beeinflusste das Licht den Hippocampus nicht direkt, sondern es wirkte zuerst auf andere Stellen im Gehirn, eine Gruppe von Neuronen im Hypothalamus, die ein Peptid namens Orexin produzieren. Das Peptid lässt neue Neuronen und Synapsen wachsen, ohne die Lernen nicht möglich ist. Auch sorgt es dafür, dass sie Nervenzellen besser miteinander kommunizieren.

Schlechtes Licht beeinträchtigt Denkvermögen

Hauptautor Joel Soler über die in der Zeitschrift Hippocampus veröffentlichten Ergebnisse: "Da weniger Verbindungen hergestellt werden, führt dies zu einer verminderten Gedächtnis- und Lernleistung". Schummerlicht beeinträchtige das Denkvermögen - mit anderen Worten: Es macht dumm.

Weitere Studien könnten untersuchen, ob die Gabe von Orexin die Gehirnfunktion von Ratten verbessert, die  schwachem Licht ausgesetzt sind. Das könnte eines Tages womöglich auch für ältere Menschen und Menschen mit Glaukom, Netzhautdegeneration oder kognitiven Beeinträchtigungen von Nutzen sein.

Foto: pomphotothailand/fotolia.com

Autor: bab
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