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13.09.2018

Schlechter Schlaf erhöht Verlangen nach ungesundem Essen

Wer schlecht schläft, ist am Tag weniger konzentriert und kann mit Stress schlechter umgehen. Aber nicht nur das: Eine Studie hat gezeigt, dass schlechter Schlaf das Verlangen nach ungesundem, fettigem Essen erhöht. Damit ist auch das Risiko für Übergewicht und andere Gesundheitsprobleme erhöht.
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Studien konnten zeigen: Schlafmangel erhöht das Verlangen nach Junk Food

Guter Schlaf ist essenziell für unsere Gesundheit, das zeigen immer mehr Studien. So konnte nachgewiesen werden, dass unregelmäßiger Schlaf das Risiko für Diabetes und Übergewicht erhöht. Auch mit Demenzerkrankungen wird schlechter Schlaf in Verbindung gebracht, wobei hier die Kausalitätskette noch nicht ganz geklärt ist. Nun haben japanische Forscher zeigen können, dass Schlafmangel unser Verlangen nach ungesundem Essen wie Junk Food erhöht. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass es eine Verbindung zwischen Schlafmangel und der Funktion unseres präfrontalen Cortex gibt, also dem Bereich im Gehirn, der für das Denken, Planen und für Entscheidungen zuständig ist.

Präfrontaler Cortex bestimmt die Auswahl unseres Essens

Die Forscher um Professor Michael Lazarus von der University of Tsukuba in Japan untersuchten die Auswirkungen des REM-Schlafs auf die Funktion des präfrontalen Kortex, insbesondere hinsichtlich der Entscheidungen für bestimmte Arten von Essen. Sie stellten fest, dass ein Mangel an REM-Schlaf zu einem erhöhten Verzehr von fettigem und süßen Essen führte. „Doch die Frage war, warum?” so Lazarus auf dem diesjährigen FENS Forum of Neuroscience in Berlin.

Um diese Frage zu klären, unterbrachen die Forscher den Schlaf bei Mäusen und führten ihnen dann einen Wirkstoff zu, der bestimmte Neuronen im Gehirn blockieren sollte. Sie stellten fest, dass die Blockade dieser Neuronen zu einer Umkehr des Effekts durch den REM-Schlafmangel führte, so dass es auch nicht zu einem veränderten Essverhalten oder einer Zunahme des Gewichts kam. Ohne diese Blockade aßen die Mäuse mehr und nahmen zu. Für Studienleiter Lazarus ist dies ein Beweis, dass die Nervenzellen im präfrontalen Cortex tatsächlich eine direkte Rolle bei unserem Verlangen nach bestimmten Formen des Essens spielen und dass dies durch Schlafmangel verändert wird.

 

Studie bestätigt frühere Untersuchungen

Die Studie bestätigt damit frühere Analysen, die ebenfalls gezeigt haben, dass zu wenig Schlaf das Verlangen nach ungesundem Essen verstärkt, was möglicherweise den Zusammenhang zwischen Fettleibigkeit und Schlaflosigkeit erklärt. So konnte bereits gezeigt werden, dass bei Schlafmangel größere Mengen von bestimmten Hormonen (Endocannabinoiden) hergestellt werden, die zum einen müde machen und die kognitiven Fähigkeiten reduzieren, zum anderen aber das Verlangen nach Essen verstärkten – insbesondere nach Junk Food und ungesunden Snacks.

Foto: © Syda Productions - Fotolia.com

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Hauptkategorien: Medizin , Prävention und Reha
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