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15.08.2019

Schläfrigkeit am Tage kann Frühwarnzeichen für Alzheimer sein

Übermäßige Schläfrigkeit am Tage kann ein Frühwarnzeichen für Alzheimer sein. Die Tagesmüdigkeit zeigt sich lange, bevor die ersten mit der Demenz-Erkrankung verbundenen Gedächtnis-Probleme auftreten.
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Tagesmüdigkeit kann eine Frühwarnzeichen für Alzheimer sein

Übermäßige Schläfrigkeit am Tage kann ein Frühwarnzeichen für Alzheimer sein. Die Tagesmüdigkeit zeigt sich lange, bevor die ersten mit der Demenz-Erkrankung verbundenen Gedächtnis-Probleme auftreten. Das belegt eine Studie der University of California (UCLA).

Schon frühere Studien beschäftigten sich mit den mit der Alzheimer-Krankheit verbundenen Schlafstörungen. Die werden durch Störungen in schlaffördernden Hirnregionen verursacht. Die Patienten versuchen, den daraus resultierenden nächtlichen Schlafmangel mit Schlaf am Tage ausgleichen.

Schläfrigkeit am Tage kann Frühwarnzeichen für Alzheimer sein

Jetzt haben die UCLA-Wissenschaftler eine neue Erklärung für das Phänomen geliefert: Sie zeigten, dass die Alzheimer-Krankheit Gehirnregionen angreift, die für die Wachheit am Tag verantwortlich sind. Diese Hirnregionen gehören zu den ersten Opfern der Neurodegeneration.

Übermäßige Schläfrigkeit am Tage - insbesondere dann, wenn keine signifikanten nächtlichen Schlafprobleme vorliegen - könnte daher als Frühwarnzeichen der Krankheit dienen. Verantwortlich dafür sind Ansammlungen des Proteins Tau, das neben dem Protein Amyloid bedeutend zum Krankheitsgeschehen beiträgt.

 

Tau-Spiegel und Neuronenzahl im Gehirn gemessen

Für die aktuelle Studie, die im Fachmagazin Alzheimer and Dementia veröffentlicht wurde, haben die Forscher um  Jun Oh die Tau-Protein-Spiegel und die Neuronenanzahl in drei Hirnregionen, die für das Wachsein verantwortlich sind, gemessen: Bei 13 verstorbenen Alzheimer-Patienten und 7 gesunden Probanden.

Im Vergleich zu gesunden Gehirnen stellten sie fest, dass das Gehirn von Alzheimer-Patienten in allen drei untersuchten wachheitsfördernden Gehirnzentren - dem Locus coeruleus, dem lateralen hypothalamischen Bereich und dem tuberomammillären Kern - eine deutliche Tau-Ansammlung aufwiesen. Und dass diese Regionen bis zu 75 Prozent ihrer Neuronen verloren hatten.

Gesamtes Hirn-Netzwerk für Wachheit degeneriert

"Es ist bemerkenswert, weil es nicht nur ein einzelner Hirnkern ist, der degeneriert, sondern das gesamte Netzwerk, das das Wachsein fördert", sagte Oh. "Das Gehirn hat keine Möglichkeit hat, dies zu kompensieren, da alle funktional verwandten Zelltypen gleichzeitig zerstört werden."

Die neuen Ergebnisse stimmen mit einer früheren Studie überein, die zeigte, dass Menschen, die mit einem erhöhten Gehalt an Tau-Protein in ihrem Hirnstamm starben, bereits Angstzustände, Depressionen sowie vermehrte Schlafstörungen erlebt hatten.

Tau enger mit Alzheimer verbunden als Amyloid?

Fazit der Forscher: Diese Studie trägt zu der wachsenden Erkenntnis bei, dass Tau enger mit den tatsächlichen Symptomen von Alzheimer zusammenhängt als das schon länger und intensiver erforschte Amyloid-Protein, das bisher keine wirksamen Alzheimer-Therapien hervorgebracht hat.

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Foto: ©Minerva Studio - stock.adobe.com

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