. Knochenschwund

Romosozumab gegen osteoporosebedingte Knochenbrüche erfolgreich getestet

Ein monoklonaler Antikörper könnte die Behandlung von Osteoporose um eine neue Therapieoption erweitern. In einer Phase-III-Studie konnte Romosozumab das Risiko verschiedener Knochenbrüche um bis zu 73 Prozent verringern.
Romosozumab gegen Osteoporose

Romosozumab ist bei schwerer Osteoporose wirksam

Jede dritte Frau entwickelt im Laufe ihres Lebens eine Osteoporose. Die häufige Folge: Knochenbrüche, die nicht selten der Beginn der Pflegebedürftigkeit sind. Auch das Sterberisiko ist nach Knochenbrüchen im Alter signifikant erhöht: Ein Drittel aller Patienten überlebt das erste Jahr nach einer hüftnahen Fraktur nicht. Nun haben Forscher das Medikament Romosozumab, das Knochenbrüche bei Frauen, die nach den Wechseljahren unter Osteoporose leiden, verhindern soll, in einer Phase-III-Studie erfolgreich getestet. Romosozumab ist ein monoklonaler Antikörper, der das Protein Sclerostin hemmen soll. Es hat eine duale Wirkung auf Knochen, indem es die Knochenbildung erhöht und die Knochenresorption verringert.

Hoffnung auf neue Therapieoption bei schwerer Osteoporose

Ein internationales Forscherteam hat die FRAME-Studie mit insgesamt 7.180 Frauen nun erfolgreich abgeschlossen. Eines der beteiligten Studienzentren war die Medizinische Klinik III des Dresdner Universitätsklinikums Carl Gustav Carus unter Leitung von Professor Lorenz Hofbauer. Die Hälfte der in die Studie eingeschlossenen Frauen erhielten zunächst zwölf Monate Romosozumab, welches einmal monatlich unter die Haut injiziert wird, die andere Hälfte ein Placebo-Präparat. Beide Gruppen wurden anschließend für weitere zwölf Monate mit dem bereits zugelassenen Osteoporosemedikament Denosumab behandelt.

Bereits nach zwölf Monaten zeigten Frauen, die Romosozumab erhielten, ein um 73 Prozent reduziertes Risiko für neue Knochenbrüche. Dieser Effekt blieb auch während des zweiten Jahres erhalten, in dem die Behandlung mit Denosumab fortgesetzt wurde. Insgesamt wurde das Medikament von den Probandinnen gut vertragen. Die Forscher hoffen nun auf eine baldige Zulassung des Medikaments. Romosozumab würde dann die Therapieoptionen vor allem bei schwerer Osteoporose bereichern.

 

Bewegung und Kalzium als Prävention

Osteoporose ist eine der häufigsten Erkrankungen im Alter. Dabei kommt es zum Abbau von Knochenmasse, wodurch die Knochen an Stabilität verlieren. Die häufigsten Symptome des Knochenschwunds sind Schmerzen und Knochenbrüche, die ohne ersichtlichen Grund oder bereits bei geringer Krafteinwirkung auftreten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt die Osteoporose zu den zehn bedeutendsten Krankheiten unserer Zeit. Die wichtigsten präventiven Maßnahmen gegen Osteoporose sind Bewegung, eine Kalzium- und Vitamin-D-reiche Kost sowie das Vermeiden von sogenannten „Kalziumräubern“ wie Alkohol, Tabak und bestimmten Medikamenten.

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Hauptkategorien: Medizin , Demografischer Wandel
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