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Reisehinweis: USA und Irland melden Mumpsausbrüche

Wer jetzt in die USA oder nach Irland reist, sollte seinen Impfpass überprüfen. Beide Länder melden Mumpsausbrüche. Besonders junge Menschen seien gefährdet, warnt das Centrum für Reisemedizin.
Mumps-Ausbrüche USA und Irland 2019

Schmerzhafte Anschwellen der Ohrspeicheldrüse: In den USA ist es zu Mumpsausbrüchen an verschiedenen Universitäten gekommen

In den US- Bundesstaaten Florida, Pennsylvania, Indiana und Texas gibt es aktuell Ausbrüche an Mumps-Infektionen. Landesweit wurden in den USA schon über 1.300 Fälle gemeldet. Betroffen sind fast ausschließlich Studenten an Universitäten. Irland meldet seit Beginn des Jahres 1.324 Infektionen, das sind jetzt bereits mehr als doppelt so viele wie im vergangenen Jahr.

Das CRM Centrum für Reisemedizin rät Reisenden, den persönlichen Impfschutz zu überprüfen. Insbesondere Austauschschüler und –studenten sollten in ihrem Impfpass nachsehen, ob sie als Kinder gegen Mumps geimpft worden sind.

Mumpsimpfung kann nachgeholt werden

Die Mumpsimpfung wird in Deutschland von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen und zählt zu den Standardimpfungen. Die sogenannte MMR-Schutzimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln erfolgt in der Regel im elften Lebensmonat, die zweite Impfung im Abstand von vier bis zwölf Monaten auf die erste. „Ausbrüche wie derzeit in den USA oder auch in Irland unterstreichen die Notwendigkeit, neben erforderlichen reisespezifischen Impfungen auch stets auf einen gültigen Standardimpfschutz zu achten“, betont Professor Jelinek vom CRM in Hamburg. Auch in Deutschland kommt es immer wieder mal zu Mumps-Ausbrüchen.

 

Keine Wasserflaschen teilen

Momentan ist noch unklar, weshalb es an amerikanischen Universitäten zu den Mumps-Ausbrüchen gekommen ist. Das Mumps-Virus wird per Tröpfcheninfektion oder durch direkten Speichelkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Laut einem Sprecher der Universität von Florida (USA) ist es unter Studenten üblich Wasserflaschen oder weiteres Geschirr zu teilen. Das sei genau das Verhalten, das bei Ungeimpften zur Übertragung des Mumps-Virus führen könne.

Um weitere Infektionen zu verhindern, wurden beispielsweise an der Universität in Philadelphia bereits 5.000 Studenten gegen Mumps geimpft.

Mumps macht dicke Backen

Charakteristisch für eine Mumps-Infektion ist das schmerzhafte Anschwellen der Ohrspeicheldrüse. Wangen, Gesicht, aber auch die Zunge können schwellen. Während der Inkubationszeit von zwei bis drei Wochen treten außerdem schon Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl auf. Einen Ausschlag wie bei Masern oder Röteln gibt es bei Mumps nicht.

Bei Kleinkindern unter 5 Jahren manifestiert sich eine Mumps-Infektion oftmals als akute Atemwegserkrankung, und bei fast Hälfte verläuft die Infektion asymptomatisch, also ohne Beschwerden.

Komplikationen bei Mumps steigen mit dem Lebensalter

Anders sieht es bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus. Mit jedem Lebensjahr steigt das Risiko für Komplikationen. So können Männer durch das Mumps-Virus beispielsweise eine Hodenentzündung bekommen oder Frauen eine Eierstockentzündung. Beides kann zu Unfruchtbarkeit führen.

Etwa jeder zehnte Mumps-Patient entwickelt eine Hirnhautentzündung. Die sogenannte Meningitis verläuft in den meisten Fällen jedoch ohne Spätfolgen. Auch eine vorübergehende Schwerhörigkeit oder Taubheit kann auftreten. Eine spezifische Therapie für Mumps gibt es nicht, die Behandlung erfolgt rein symptomatisch.

Foto: © Khunatorn - Fotolia.com

Autor: ham
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