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Regelmäßiges Testen in Kitas bringt etwas

Regelmäßige Testungen in Kitas lohnen sich. Das zeigt Teil II der Würzburger Kinderbetreuungsstudie. In den teilnehmenden Einrichtungen kam es zu keinen Infektionsausbrüchen.
Würzburger Kita-Studie: Durch Selbsttests zahlreiche Infektionen verhindert

Würzburger Kita-Studie: Durch Selbsttests zahlreiche Infektionen verhindert

Kinder unter zwölf Jahren können nicht geimpft werden – darum bleiben Corona-Tests das Mittel der Wahl, um Infektionsausbrüche in Kitas zu vermeiden. Dass regelmäßiges Testen tatsächlich etwas bringt, zeigt Teil II der Würzburger Kinderbetreuungsstudie Wü-KiTa-CoV 2.0: Im Studienzeitraum von Anfang Mai bis Ende Juli 2021 kam es in den teilnehmenden Einrichtungen zu keinen Infektionsausbrüchen. Außerdem fanden sich keine Hinweise auf unbemerkt durchlaufene Infektionen. Lediglich bei einem Kind wurde eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt.

Zwei Testmethoden zur Wahl

An der zweiten Phase nahmen rund 400 Kitakinder und rund 80 Betreuer teil. Getestet wurde zweimal pro Woche. Die kleinen und großen Studienteilnehmer konnten zu Hause entweder einen Gurgeltest durchführen oder einen Antigen-Schnelltests durch die Nase. Die Ergebnisse der Antigen-Schnelltests konnten die Eltern zu Hause selbst ablesen. Die Spucktests mussten in der Kita abgegeben werden. Von dort wurden sie per Kurier ins Labor der Universität Würzburg gebracht und per PCR in einem Pool-Verfahren untersucht.

Das Pooling ist ein Verfahren, in dem aus Effizienzgründen Mundspülproben von bis zu zehn Testpersonen zusammen in einem Ansatz untersucht werden. „Bei einem negativen Pool-Ergebnis haben alle enthaltenen Proben ein zuverlässig negatives Ergebnis. Bei einem positiven Befund werden in einer zweiten Untersuchung Einzeltests aus den ursprünglichen Proben gemacht“, erläutert Studienleiter Prof. Dr. Johannes Liese, Infektiologe am Universitätsklinikum Würzburg. Welches der beiden Testverfahren besser ist, wird aktuell noch ausgewertet. Antikörper-Tests aus Blutproben zeigten überdies, dass keine Infektion mit SARS-CoV-2-übersehen worden war.

 

Zweite Studienphase bestätigt Ergebnisse der ersten

Schon im ersten Teil der Würzburger Studie, die zwischen Oktober 2020 und März 2021 lief, konnten die Würzburger Forscher zeigen, dass regelmäßiges Testen Infektionsketten ausbremst. Obwohl damals das gesamte Infektionsgeschehen wesentlich höher war als jetzt im Sommer, wurde ebenfalls nur eine Infektion in den Kitas festgesellt. Daraus schlossen die Wissenschaftler, dass Kinderbetreuungseinrichtungen und die dort betreuten Kleinkinder keine wesentliche Rolle bei der Verbreitung des Virus spielen. Dies hat sich nun auch im zweiten Teil der Studie bestätigt.

Foto: © Adobe Stock/ pascalskwara

Autor: ham
Hauptkategorien: Corona , Prävention und Reha , Medizin
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