Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
21.09.2021

Real-Life-Studie beweist: Weniger Corona-Fälle durch Masken

Eine großangelegte Real-Life-Studie testete den Effekt von Schutz-Masken an mehr als 340.000 Menschen. Im Ergebnis reduzierten sie die Zahl der Corona-Fälle.
Masken schützen vor Corona, chirurgische noch besser

Eine Real-Life-Studie von Forschern der Yale University, der Stanford Medical School und der University of California in Berkeley testete den Effekt von Corona-Schutz-Masken. Die Untersuchung ist die bislang größte ihrer Art und wurde auf der Website der daran beteiligten Organisation Innovations for Poverty Action veröffentlicht.

Sie wurde zwischen November 2020 und April 2021 mit 341.830 Erwachsenen in 600 Dörfern in ländlichen und stadtnahen Gebieten von Bangladesch durchgeführt. 300 Dörfer erhielten eine Informationskampagne und eine Masken-Verteilaktion. Ausgegeben wurden Stoffmasken und chirurgische Masken. Die anderen 300 Dörfer bildeten die Vergleichsgruppe.

Real-Life-Studie beweist: Weniger Corona-Fälle durch Masken

Um die Auswirkungen auf Covid-19 zu messen, wurden die Probanden befragt, ob sie Symptome hätten. Anschließend wurde Blut von symptomatischen Personen (10.952 Fälle) entnommen und auf SARS-CoV-2-Antikörper analysiert.

Ergebnis der Real-Life-Studie: Nach der Maskenaktion begannen 29 von 100 Bewohnern. also fast ein Drittel, Masken zu tragen. Das Maskentragen führte zu einer signifikanten Verringerung der Corona-Fälle im Vergleich zu den Dörfern, in denen es keine Masken-Aktion gab.

 

Im Schnitt neun Prozent weniger SARS-CoV2-Infektionen

Im Durchschnitt fanden die Forscher einen Rückgang der symptomatischen SARS-CoV-2-Infektionen um 9,3 Prozent. Dieser Rückgang war in den Dörfern, deren Bewohner eine chirurgische Maske trugen, höher (11,2 Prozent). Und er war ausgeprägter bei Personen über 60 Jahren (34,7 Prozent). Dörfer, in denen Stoffmasken verteilt wurden, verzeichneten eine Verringerung der Symptome um 5 Prozent.

Maskentragen besonders in ärmeren Ländern relevant

Maskentragen ist besonders relevant in ärmeren und dicht besiedelten Ländern, in denen bislang kaum geimpft wird. Leitautor Mushfiq Mobarak, Ökonom in Yale und gebürtig aus Bangladesh: "Wir dachten, dass Masken eine wichtige Verteidigungslinie in Bangladesch sein könnten, insbesondere angesichts wahrscheinlicher Verzögerungen bei der Massenverabreichung von Impfstoffen, aber die meisten Menschen trugen sie nicht. Daher mussten wir auch kosteneffiziente Wege finden, um die gemeinschaftsweiten Normen für das Tragen von Masken zu ändern."

Dabei setzte das Forschungsteam verschiedene Ansätze um. "Wir wollten eine Umgebung schaffen, in der das Tragen einer Maske das erwartete Verhalten ist", sagte Jason Abaluck, Professor für Wirtschaftswissenschaften in Yale. Das von den Forscher konzipierte Aufklärungs- und Gratis-Verteil-Modell soll jetzt auf andere Teile von Bangladesh sowie weitere Länder wie Pakistan, Indien und Nepal ausgeweitet werden.

Foto: Adobe Stock/Sosiukin

Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Coronavirus
 

Weitere Nachrichten zum Thema Masken

Mit der Verschärfung der Maskenpflicht steigt die Nachfrage nach medizinischen Gesichtsmasken – vor allem nach weißen FFP2- und grünen OP-Masken. Insbesondere im Internet locken viele Anbieter mit Sonderangeboten und bieten hohe Stückzahlen zu geringen Preisen an. Tipps vom TÜV, damit man nicht auf die Tricks unseriöser Online-Händler hereinfällt.

18.09.2020

Die wegen der Corona-Pandemie nötigen Schutzmasken können Hautirritationen auslösen. Das berichten italienische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the European Acadamy of Dermatology und Venereology.

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Das Gehirn als Denkfabrik des Menschen produziert nicht nur schlaue Gedanken und speichert Wissen und Erfahrungen. Es produziert auch materiellen Stoffwechsel-Abfall: 2,5 Kilo im Jahr, doppelt so viel wie das eigene Organgewicht. Damit das Gehirn funktionstüchtig und gesund bleibt, muss es gereinigt werden – und dies geschieht vor allem nachts. Ein Grund, warum gesunder Schlaf lebenswichtig ist.


Die Zahl der Diabetesfälle ist dabei zu explodieren – in Deutschland wie weltweit. Die WHO spricht schon jetzt von einer weiteren „Pandemie“. Ein Experte der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) erklärt, was jeder Einzelne selbst tun kann und sollte, um sein persönliches Risiko für eine Diabetes-Erkrankung zu reduzieren.
 
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin