. Weltnichtrauchertag 31. Mai

Rauchen erhöht Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Schon eine Zigarette pro Tag steigert das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Das erläutern Experten zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai. Bekannt ist, dass Rauchen die Krebs-Gefahr erhöht.
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Ein Zehntel der Herz-Kreislauf-Todesfälle geht auf das Rauchen zurück

Schon eine Zigarette pro Tag steigert das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Krankheit zu entwickeln. Das erläutern Experten des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zum diesjährigen Weltnichtrauchertag am 31. Mai. Das steht unter dem Motto "Tobacco breaks hearts".

Dass Rauchen und Passivrauchen die Krebs-Gefahr erhöhen, ist weitgehend bekannt. Doch bereits in geringen Dosen können Inhaltsstoffe im Tabakrauch auch das Herz-Kreislauf-System schädigen. Das sagt Ute Mons, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention und des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle am DKFZ.

Rauchen erhöht Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Dass Rauchen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, ist vielen nicht bewusst: So weiß ein gutes Viertel der Raucher nicht, dass Rauchen das Schlaganfallrisiko erhöht. Sogar mehr als der Hälfte der Raucher ist nicht bekannt, dass auch Passivrauchen das Risiko für einen Schlaganfall steigert. Das zeigen Daten einer Studie des DKFZ, für die im Jahr 2016 rund 1000 Raucher befragt wurden.

Herz-Kreislaufkrankheiten sind in Deutschland mit etwa 40 Prozent aller Todesfälle die Todesursache Nummer eins. Dabei ist allein das Rauchen für ein gutes Zehntel der durch Herz-Kreislaufkrankheiten verursachten Sterbefälle verantwortlich - dies sind rund 35.000 Todesfälle pro Jahr.

 

DKFZ fordert spürbare Tabaksteuer-Erhöhung

Bei der Information der Bevölkerung zu diesem Thema besteht Nachholbedarf, heißt es beim DKFZ. Schließlich habe sich Deutschland gegenüber der WHO dazu verpflichtet, Maßnahmen voranzutreiben, um die vorzeitige Sterblichkeit durch nichtübertragbare Krankheiten bis zum Jahr 2025 um 25 Prozent zu senken und die Zunahme von Herzerkrankungen zu stoppen.

Tabakprävention können dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Das DKFZ appelliert daher an die Bundesregierung, dieser Verpflichtung endlich nachzukommen. "Neben einer verstärkten Aufklärung und Information der Öffentlichkeit sind ein umfassendes Tabakwerbeverbot, ein bevölkerungsweiter Nichtraucherschutz und spürbare Tabaksteuererhöhungen notwendig, um einen merklichen Rückgang des Tabakkonsums und der damit verbundenen gesundheitlichen Folgen zu erreichen", so Mons.

Foto: nenetus/fotolia.com

Autor: bab
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