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20.04.2009

Prominenter Zuwachs für Exzellenzcluster NeuroCure

Das Exzellenzcluster NeuroCure an der Charité - Universitätsmedizin Berlin erhält prominenten Zuwachs: Der Neurowissenschaftler Prof. Christian Rosenmund vom Baylor College in Houston (Texas/USA) hat den Ruf auf eine W3-Professur angenommen.
Prominenter Zuwachs für Exzellenzcluster NeuroCure

Prof. Christian Rosenmund

Prof. Christian Rosenmund gehört weltweit zu den führenden Grundlagenforschern auf dem Gebiet der Informationsübertragung zwischen den einzelnen Nervenzellen des Gehirns, der so genannten synaptischen Transmission. Zurzeit ist er als "Full Professor" am Baylor College of Medicine, einer der grössten und renommiertesten Forschungseinrichtungen der USA, tätig. Am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen war er Arbeitsgruppenleiter beim Nobelpreisträger Professor Erwin Neher.

Rosenmund und seine Arbeitsgruppe haben als erstes umfassend Einzelheiten des komplexen Prozesses der Signalübertragung aufgeklärt und so zum besseren Verständnis der Kommunikation zwischen den Nervenzellen beigetragen. Diese Erkenntnisse und die damit verbundene Methodenentwicklung leisten heute einen entscheidenden Beitrag zum Verständnis neurologischer Krankheiten wie Epilepsie, Autismus und Alzheimer.

Exelenzcluster NeuroCure der Charité zog Rosenmund nach Berlin

Nun kommt der 44-jährige Deutsche nach Berlin. Wie die Charité mitteilte, haben Rosenmund die attraktiven Forschungsbedingungen des im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Land geförderten Clusters dazu bewegt, eine herausgehobene Position in den USA aufzugeben und nach Deutschland zurückzukehren.

"Das einzigartig interdisziplinär aufgestellte und international sichtbare Berliner Forschungsumfeld war für mich ein herausragender Grund, nach Berlin zu kommen. Für mich ergeben sich vielfältige und neue Synergien zur Erforschung des Gehirns. Besonders die schnellen und zielführenden Berufungsverhandlungen empfand ich als sehr angenehm", erklärte Prof. Rosenmund. "Die ausserordentlich attraktiven Rahmenbedingungen des Exzellenzclusters mit ihrer Vielfalt an Interdisziplinarität versetzen uns in die Lage, sogar hoch dotierte Bleibeangebote aus den Staaten auszustechen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Deutschland zurück zu holen", ergänzte die Dekanin Annette Grüters-Kieslich.

 

Freude über den prominenten Zuwachs

Professor Dietmar Schmitz, Sprecher von NeuroCure, freut sich auf die Zusammenarbeit. "Die besondere Forschungsleistung von Prof. Rosenmund und sein fächerübergreifender Ansatz, mit dem er immer wieder verschiedenste Arbeitsgruppen auf höchstem Niveau zusammenbringt, passen ideal in das Profil des Exzellenzclusters und bilden vielfältige Anknüpfungspunkte für gemeinsame Projekte."

Insgesamt wird das Exzellenzcluster NeuroCure 17 international führende Forscherinnen und Forscher berufen. Prof. Rosenmund hat die neunte Professur inne, die NeuroCure in internationalen Berufungsverfahren vor dem Ablauf eines Jahres besetzen konnte.

 

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