. Fortbildung

Praxis der forensisch-psychiatrischen Begutachtung: Sozialrecht

Institut für Fort- und Weiterbildung der Alexianer, Krausnickstraße 12A, 10115 Berlin
CME-Punkte: 10
Kosten: 98,- EUR

Bei den Zugängen bei den Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit im Jahr 2013 haben 42% die Erstdiagnose einer psychischen Erkrankung aufgewiesen (48% bei den Frauen, 35% bei den Männern). Diese Zahl verdeutlicht, welche Bedeutung sozialrechtliche Begutachtungen in den Fächern der Psychiatrie und Psychotherapie sowie der Psychosomatischen Medizin aufweisen. Bei der Frage der Erwerbsfähigkeit geht es um die Beurteilung der beruflichen Leistungsfähigkeit infolge des Vorliegens einer Erkrankung. Gerade bei den psychischen und psychosomatischen Erkrankungen ist diese Fragestellung ausgesprochen anspruchsvoll, da sich aus der Art und dem Verlauf einer Störung die damit verbundenen Leistungseinschränkungen sowohl in der Arbeitswelt wie im Privatleben nicht unmittelbar herleiten lassen.

Als methodischen Zugang bietet sich die ICF der Weltgesundheitsorganisation (International Classification of Functioning, Disability and Health) an, die neben den Funktionsstörungen insbesondere untersucht, welche Aktivitäten ein Individuum mit einer chronischen Erkrankung noch umsetzen kann und an welchen Lebenskontexten es noch teilhaben kann. Erhoben werden dabei sowohl die Ressourcen als auch etwaige Hemmnisse. Auf der Grundlage dieses diagnostischen Modells ist 2012 ein systematischer Ansatz zur Begutachtung der beruflichen Leistungsfähigkeit entwickelt worden, der als Sk2 – Leitlinie (auf Konsensbildung beruhend) von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlich – Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) anerkannt worden ist.

Bei der Begutachtung, insbesondere auch von psychischen Erkrankungen sowie der damit verbundenen Beeinträchtigungen, finden sich häufig aufseiten der zu Begutachtenden Tendenzen zur Aggravation von Beschwerden bzw. Beeinträchtigungen sowie der Dissimulation von noch verbliebenen Fähigkeiten (z.B. der beruflichen Leistungsfähigkeit). Dies bedeutet, dass die Begutachtung auch die Frage etwaig vorliegender tendenziöser Haltungen beim zu Begutachtenden umfassend und kritisch prüfen muss.

Das Seminar zielt darauf ab, den Teilnehmern theoretisch und praxisnah die Prinzipien und Vorgehensweisen bei der Begutachtungen der beruflichen Leistungsfähigkeit zu vermitteln. Nach der Darstellung und Diskussion des diagnostischen Zuganges wird auf der Grundlage von Gutachten die Arbeit mit diesem Ansatz illustriert.

07.11.2018      09:00 - 16:30 Uhr 

Referent
PD Dr. Dr. Michael Grube

Veranstalter
Alexianer GmbH

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