. Ambulante Pflege

Portal vermittelt pflegenden Angehörigen Haushaltshilfe

Wenn Angehörige pflegebedürftig werden, dann gilt es, viel zu regeln. Ein Vermittlungsportal für Haushaltshilfen übernimmt nun als erster deutschlandweiter Anbieter die Abrechnung von Zusatzleistungen der häuslichen Pflege direkt mit den Pflegekassen.

Eine Haushaltshilfe kann die Pflege von Angehörigen zuhause erleichtern.

Helpling hilft pflegenden Angehörigen nicht nur durch die Vermittlung von Putzhilfen:  Über das Unternehmen können Angehörige seit kurzem für bis zu 13 Stunden monatlich eine Haushaltshilfe buchen, ohne dafür die Kosten vorleisten zu müssen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Derzeit nutze nur ein Bruchteil der Anspruchsberechtigten die zusätzlichen Leistungen des Pflegegesetzes.

Nur wenige Angehörige rufen die unterstützenden Pflege-Leistungen, die ihnen zustehen, auch ab

Zuhause statt im Heim alt zu werden - das sei der Wunsch der meisten hilfe- oder pflegebedürftigen Menschen. Die Pflege eines Angehörigen sei jedoch extrem kräftezehrend und belastend, schreiben die Verantwortlichen von Helpling: „Laut dem wissenschaftlichen Institut der Techniker Krankenkasse (WINEG) fühlen sich mehr als die Hälfte der Pflegenden körperlich erschöpft. Trotzdem haben vergangenes Jahr laut Bundesministerium für Gesundheit nur sechs Prozent der 1,82 Millionen anspruchsberechtigten Pflegebedürftigen die unterstützenden Leistungen der Pflegekassen abgerufen.“ Deshalb biete Helpling eine telefonische Beratung an – und auch auf der Homepage des Servicedienstleisters könnten sich pflegende Angehörige informieren und die Kostenübernahme beantragen.

 

Neues Pflegestärkungsgesetz finanziert die stufenweise Entlastung im Haushalt

Wie die Kostenübernahme funktioniert? „Auf der Website oder in der Telefon-Hotline wird zunächst geprüft, ob die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt werden, ob z.B. die Betreuung seit mindestens sechs Monaten durchgeführt wird und eine offizielle Pflegestufe vorliegt. Besteht Anspruch auf Leistungen zur Verhinderungspflege, dann schickt Helpling dem Pflegenden einen entsprechenden Antrag zu, den dieser unterzeichnet und an das Unternehmen zurücksendet“, heißt es in der Pressemitteilung. Mit dem vollständigen Antrag wende sich Helpling dann an die entsprechende Pflegekasse. Genehmige die Kasse den Antrag, informiert Helpling direkt den Pflegenden und dieser könne dann per Telefon für bis zu 13 Stunden im Monat kostenlos eine Haushaltshilfe buchen.

„Das seit Januar 2015 geltende Pflegestärkungsgesetz schafft neue Möglichkeiten, die pflegenden Angehörigen von zeitintensiven Aufgaben im Haushalt zu entlasten, damit sie mehr Kraft für die persönliche Zuwendung haben“, so Helpling. In allen Pflegestufen stünden dafür bis zu 2.418 Euro jährlich zur stundenweisen Entlastung im Haushalt zur Verfügung. Der Betrag werde zusätzlich zu bestehenden Leistungen wie dem Pflegegeld oder Sachleistungen gewährt und könne bei der Buchung einer Haushaltshilfe über ein Online-Vermittlungsportal wie Helpling geltend gemacht werden.

Foto: Fotolia - Alexander Raths

Autor: Cornelia Wanke
 

Weitere Nachrichten zum Thema Pflege

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Braunes Fett gilt als Sattmacher und Kalorienkiller. Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass das Darmhormon Sekretin braunes Fettgewebe stimuliert. Unklar ist noch, welche Lebensmittel den Prozess in Gang setzen können.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Friedrich von Bodelschwingh-Klinik Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Landhausstraße 33 – 35 10717 Berlin, Mehrzweckraum (EG)

Evangelisches Geriatriezentrum Berlin gGmbH, Reinickendorfer Straße 61, 13347 Berlin
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Interviews
Die akute Aortendissektion ist immer ein Notfall. Einer Studie zufolge könnte vielen Menschen das Leben gerettet werden, wenn sie rechtzeitig und adäquat behandelt werden würden. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Dr. Stephan Kurz vom Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) über die Versorgungssituation und das erfolgreiche Projekt „Aortentelefon“ gesprochen.
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.