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Pollenallergie: App sagt Pollenflug vorher

Mit Beginn des meteorologischen Sommers Anfang Juni werden meist die höchsten Werte an Gräserpollen in der Luft erreicht. Eine von der TK für Pollenallergie-Patienten entwickelte App sagt die individuelle Pollenbelastung vorher.
Gräserpollen

Anfang Juni ist die Belastung durch Gräserpollen am höchsten

Symptome wie Schnupfen, Husten und tränende Augen machen Pollenallergikern das Leben schwer. Die „Husteblume“-App prognostiziert, welche Pollen – ob Birke, Beifuß oder Gräser - unterwegs sind und wie hoch die Belastung in der Luft ist. Mittels GPS oder manueller Einstellung mit Postleitzahl, Ort oder Region ist eine standortgenaue Auskunft möglich, sodass Allergiker sich rechtzeitig gegen den Blütenstaub wappnen können.

Der Nutzer kann zudem eine individuelle Vorhersage zu erstellen. Er führt ein Tagebuch, in dem er Symptome an Nase, Auge und Lunge, das Gesamtbefinden und die eingenommenen Medikamente einträgt. Die App der Techniker Krankenkasse kann daraus errechnen, wie stark die individuelle Pollenbelastung ausfallen wird, der Betroffene kann gegebenenfalls mit Medikamenten vorbeugen.

Pollenallergie: App informiert über Blütezeiten und Pollenflug

Das Gesamtbefinden sowie der Zusammenhang der Symptome mit der Pollenbelastung und den Medikamenten lässt sich in einer wöchentlichen oder monatlichen Grafik darstellen. Außerdem gibt die App individuelle Hinweise zu den je nach Schwere der Erkrankung empfohlenen Therapie-Formen. Grundlage sind die medizinischen Leitlinien.

Ein Lexikon informiert über Blütezeiten und mögliche Kreuzreaktionen. Außerdem gibt es einen Selbsttest für Erwachsene zum allergischen Heuschnupfen. Mitentwickelt hat die App der Forscher Prof. Karl-Christian Bergmann vom Allergie-Centrum-Charité. „Wer seine Allergie kennt, leidet weniger darunter“, meint der Mediziner. Die Pollen-Vorhersage ermögliche es, vorausschauend zu reagieren und Arztbesuche zu vermeiden.

 

Pollenallergie: Auch die Pollenstiftung bietet App an

Bergmann ist zugleich Vorstand der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, die kostenlos eine ähnliche App anbietet (www.pollenstiftung.de). In Deutschland gibt es derzeit 45 Pollen-Messstationen. Die Luft wird angesaugt und die enthaltenen Pollen von einem Klebestreifen festgehalten. Dieser wird eingefärbt und die Pollen unter dem Mikroskop untersucht und gezählt.

Foto: Allegra47

Autor: bab
Hauptkategorie: Medizin
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