Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
27.05.2016

Pollenallergie: App sagt Pollenflug vorher

Mit Beginn des meteorologischen Sommers Anfang Juni werden meist die höchsten Werte an Gräserpollen in der Luft erreicht. Eine von der TK für Pollenallergie-Patienten entwickelte App sagt die individuelle Pollenbelastung vorher.
Gräserpollen

Anfang Juni ist die Belastung durch Gräserpollen am höchsten

Symptome wie Schnupfen, Husten und tränende Augen machen Pollenallergikern das Leben schwer. Die „Husteblume“-App prognostiziert, welche Pollen – ob Birke, Beifuß oder Gräser - unterwegs sind und wie hoch die Belastung in der Luft ist. Mittels GPS oder manueller Einstellung mit Postleitzahl, Ort oder Region ist eine standortgenaue Auskunft möglich, sodass Allergiker sich rechtzeitig gegen den Blütenstaub wappnen können.

Der Nutzer kann zudem eine individuelle Vorhersage zu erstellen. Er führt ein Tagebuch, in dem er Symptome an Nase, Auge und Lunge, das Gesamtbefinden und die eingenommenen Medikamente einträgt. Die App der Techniker Krankenkasse kann daraus errechnen, wie stark die individuelle Pollenbelastung ausfallen wird, der Betroffene kann gegebenenfalls mit Medikamenten vorbeugen.

Pollenallergie: App informiert über Blütezeiten und Pollenflug

Das Gesamtbefinden sowie der Zusammenhang der Symptome mit der Pollenbelastung und den Medikamenten lässt sich in einer wöchentlichen oder monatlichen Grafik darstellen. Außerdem gibt die App individuelle Hinweise zu den je nach Schwere der Erkrankung empfohlenen Therapie-Formen. Grundlage sind die medizinischen Leitlinien.

Ein Lexikon informiert über Blütezeiten und mögliche Kreuzreaktionen. Außerdem gibt es einen Selbsttest für Erwachsene zum allergischen Heuschnupfen. Mitentwickelt hat die App der Forscher Prof. Karl-Christian Bergmann vom Allergie-Centrum-Charité. „Wer seine Allergie kennt, leidet weniger darunter“, meint der Mediziner. Die Pollen-Vorhersage ermögliche es, vorausschauend zu reagieren und Arztbesuche zu vermeiden.

 

Pollenallergie: Auch die Pollenstiftung bietet App an

Bergmann ist zugleich Vorstand der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst, die kostenlos eine ähnliche App anbietet (www.pollenstiftung.de). In Deutschland gibt es derzeit 45 Pollen-Messstationen. Die Luft wird angesaugt und die enthaltenen Pollen von einem Klebestreifen festgehalten. Dieser wird eingefärbt und die Pollen unter dem Mikroskop untersucht und gezählt.

Foto: Allegra47

Autor: bab
Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Allergie , Heuschnupfen
 

Weitere Nachrichten zum Thema Pollenallergie

09.04.2019

Heuschnupfen geht häufig mit einer Nahrungsmittelallergie einher. Rohes Obst und Nüsse werden dann nicht vertragen und können zu Schwellungen an der Zunge, den Lippen und des Rachens führen. Besonders Birkenallergiker sind von einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie betroffen.

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten

Ältere Menschen scheint die Covid-Impfung nicht vollständig vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Das zeigen wiederholte Ausbrüche in Pflegeheimen. Wissenschaftler der Charité haben nun einen Ausbruch näher untersucht – und kommen zu interessanten Ergebnissen.

Zivilgesellschaftliche Organisationen haben mit ihrem Engagement unter Krisenbedingungen maßgeblich dazu beigetragen, dass Deutschland vergleichsweise gut durch die Corona-Zeit gekommen ist. Aber die Krise hat auch Spuren hinterlassen. Was muss sich tun, damit diese tragende Säule der Demokratie auch nach der Pandemie stark bleibt? Das diskutierten Experten und Politiker auf einer Fachtagung von Gesundheitsstadt Berlin und Paritätischem Wohlfahrtsverband.
 
Kliniken
Interviews
Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.


Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.
Logo Gesundheitsstadt Berlin