. Pflegebedürftige

Pflegegrade selbst berechnen

Zum 1. Januar werden die fünf neuen Pflegegrade eingeführt. Ein Pflegegradrechner im Netz kann den voraussichtlichen Pflegegrad berechnen.
Welchen Pflegegrad bekomme ich? Der Pflegegradrechner gibt einen Anhaltspunkt

Welchen Pflegegrad bekomme ich? Der Pflegegradrechner gibt einen Anhaltspunkt

Am 1. Januar 2017 haben die Pflegstufen ausgedient. Dann kommen die neuen Pflegegrade. Wer schon eine Pflegstufe hatte, wird automatisch ins neue System überführt. Wer erst künftig seine Pflegebedürftigkeit bei der Pflegkasse geltende machen will, kann seinen voraussichtlichen Pflegegrad auf einem online-Tool ermitteln. Ausschlaggebend für Leistungen bleibt aber die Begutachtung durch die Pflegekasse. Dennoch kann der Pflegegradrechner ein guter Anhaltspunkt sein. Der Pflegegradrechner wurde von der Organisation Wohnen im Alter entwickelt und steht Usern kostenlos unter https://www.wohnen-im-alter.de/pflegegradrechner zur Verfügung.

Grad der Selbstständigkeit zählt

Bei allen fünf Pflegegraden zählt der Grad der Selbstständigkeit, also wie selbstständig die pflegebedürftige Person noch ist. Dies wird anhand von sechs Kriterien gemessen. Das fängt bei der Mobilität an. Abgefragt werden zum Beispiel die Fähigkeiten, alleine zu laufen, Treppen zu steigen oder aus dem Bett zu kommen. Weiter zählen kognitive und kommunikative Fähigkeiten wie räumliche und zeitliche Orientierung, aber auch Entscheidungen im Alltagsleben treffen zu können. Selbstversorgung ist ein weiteres Kriterium. Hierzu gehören vor allem die Körperpflege und die Nahrungsaufnahme.

 

Punkte in sechs Kategorien

In allen sechs Kategorien werden dann Punkte vergeben. Der Pflegegradrechner addiert sie dann zusammen und errechnet den Pflegegrad. Gleiches tut der Gutachter. Am Ende hat aber immer die Pflegekasse das letzte Wort.

Die Pflegegrade sollen vor allem Menschen mit kognitiven Einschränkungen, Demenzkranken und psychisch Erkrankten die gleichen Pflegeleistungen ermöglichen, wie Pflegebedürftigen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Eine Zeiterfassung wie bisher spielt in diesem System keine Rolle mehr.

Foto: © auremar - Fotolia.com

Autor: ham
 

Weitere Nachrichten zum Thema Pflege

 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Für Betroffene ist das Restless Legs Syndrom häufig eine Qual. Sie leiden nicht nur unter den unruhigen, kribbelnden und zuckenden Beinen, sondern auch unter der daraus folgenden Schlaflosigkeit. Die Deutsche Restless Legs Vereinigung gibt Tipps, wie den Beschwerden entgegengewirkt werden kann.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Interviews
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.