. Unter einem Dach

Pfizer/Wyeth: Kompetenzen in Berlin bündeln

Nach der abgeschlossenen Akquisition von Wyeth plant Pfizer Deutschland, die Kompetenzen beider Unternehmen künftig unter einem Dach zu bündeln. Die Geschäftsbereiche Humanarzneimittel, Tiergesundheit und Consumer Healthcare beider Unternehmen sollen in der Hauptstadt konzentriert werden. In Berlin werden neue Arbeitsplätze entstehen.
Pfizer/Wyeth: Kompetenzen in Berlin bündeln

Dr. Andreas Penk, Geschäftsführer Pfizer Deutschland

Vor rund einem Jahr hatte Pfizer seine Deutschlandzentrale nach Berlin verlegt. Jetzt sollen neue Geschäftsbereiche in die Hauptstadt kommen. Nach Angaben von Pfizer Deutschland sollen die Innendienste der Wyeth-Geschäftsbereiche Humanarzneimittel und Tiergesundheit (Fort Dodge) in Berlin konzentriert und deren bisherige Standorte in Münster/Westfalen und Würselen geschlossen werden. Der Geschäftsbereich Whitehall-Much, der in Deutschland für die frei verkäuflichen Präparate von Wyeth steht (Consumer Healthcare), soll nach Berlin verlegt werden. Ebenfalls verlegt werden soll die Wyeth-Distribution von Münster/Westfalen nach Karlsruhe. Diese Planungen erstrecken sich auf rund 450 Mitarbeiter. Der Aussendienst ist von diesen Planungen nicht betroffen.

Kompetenzen bündeln: Pfizer und Wyeth

Über diese Planung hatte die Pfizer-Geschäftsleitung die Mitarbeiter von Wyeth, Whitehall-Much und Fort Dodge (Tiergesundheit) sowie die Arbeitnehmervertreter der Mitbestimmungsgremien bereits Ende Oktober informiert. "Uns ist bewusst, dass die Planungen für die Mitarbeiter dieser Unternehmen weitreichend sind", sagte Dr. Andreas Penk, Vorsitzender der Geschäftsführung von Pfizer Deutschland und neuer Geschäftsführer der Wyeth Pharma GmbH. "Wir werden nun zügig die anstehenden Verhandlungen mit dem Betriebsrat aufnehmen. Ziel ist es, gute und sozialverträgliche Lösungen für Mitarbeiter zu finden, die ihre erfolgreiche Arbeit in Berlin oder Karlsruhe fortsetzen wollen, sowie für jene Mitarbeiter, für die dies im Einzelfall zum Beispiel aus persönlichen Gründen nicht in Frage kommt." Standortverlagerungen oder -schliessungen würden erst nach einem Abschluss der Verhandlungen erfolgen.

Penk begründete die Planung mit den Worten: "Wir sind überzeugt, dass Berlin der richtige Ort für die Steuerung unseres Geschäfts ist. Die Stadt Berlin und die Region Berlin-Brandenburg haben sich zu einem wichtigen und attraktiven Zentrum der Medizin und Gesundheitswirtschaft in Deutschland entwickelt. Unsere Präsenz in der Hauptstadt planen wir, durch die Integration von Wyeth weiter zu stärken."

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
In Deutschland erfahren viele Menschen immer noch sehr spät, dass sie an HIV erkrankt sind. Für diese Personen könnte ein Selbsttest, wie er in mehreren Ländern bereits erhältlich ist, sinnvoll sein. Das betonen Experten der Gesellschaft für Virologie (GfV).
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender

Vivantes Klinikum Spandau, Neue Bergstraße 6, 13585 Berlin
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Für Menschen mit Behinderung sind Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe nach wie vor nicht selbstverständlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Ulla Schmidt, MdB und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, darüber gesprochen, was getan werden muss, um die Situation von Betroffenen zu verbessern.
Prof. Hendrik Streeck leitet Deutschlands erstes Institut für HIV-Forschung am Universitätsklinikum Duisburg-Essen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem US-Rückkehrer über sein größtes Ziel gesprochen: eine präventive Impfung gegen HIV.
Die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern der Homöopathie sind verhärtet. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Homöopathie-Kritikerin Dr. med. Natalie Grams über wissenschaftliche Prinzipien und den verbreiteten Wunsch nach medizinischen Alternativen gesprochen.