. Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD)

Patientenberatung mit mehr Beratungsangebot

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hat ihr Beratungsangebot in neuer Trägerschaft und mit aufgestockten Fördermitteln ausgeweitet. Sie ist besser erreichbar und berät mehr Ratsuchende. Diese Bilanz zieht der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Staatssekretär Karl-Josef Laumann.
Patientenberatung verbessert Erreichbarkeit

Mehr Beratungen: Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland hat ihr Angebot ausgeweitet.

„Rund vier Monate nach dem Start kann ich sagen: Ich bin sehr zufrieden mit der bisherigen Arbeit der neuen UPD. Wir haben inzwischen ein deutlich verbessertes Beratungsangebot“, so Laumann. Als hilfreich bewertete er vor allem die längeren telefonischen Erreichbarkeitszeiten und die Aufstockung von 21 auf 30 Beratungsstellen vor Ort. „Dazu kommen die neuen UPD-Mobile, die in ganz Deutschland in unterschiedlichen Städten und Gemeinden unterwegs sind. Damit erreicht die UPD diejenigen Patientinnen und Patienten, die nicht in der Nähe einer der Beratungsstellen wohnen“, sagt Laumann.

Um die Neuvergabe der UPD gab es im Herbst 2015 Auseinandersetzungen. Der jetzige Träger wurde von einigen Seiten kritisch gesehen. Er stand in dem Ruf, den Krankenkassen zu nahe zu stehen, weil er bereits andere Aufgaben für die Krankenkassen übernommen hatte. Die UPD ist in § 65b SGB V gesetzlich verankert. Die Neuvergabe erfolgte zuletzt alle fünf Jahre. Nach einer Gesetzesänderung wurde die Frist 2015 auf sieben Jahre verlängert. Zudem wurden mit Beginn der neuen Förderperiode ab 2016 die Mittel für die UPD auf neun Millionen Euro jährlich deutlich erhöht.

Unabhängige Patientenberatung half seit Jahresanfang 24.000 Ratsuchenden

„Für mich war von Anfang an klar: Dieses Mehr an Fördermitteln muss den Bürgerinnen und Bürgern ganz praktisch zugutekommen und zu einem wirksamen Ausbau der Patientenberatung führen – hin zu einer besseren Erreichbarkeit, mehr Qualität, mehr Regionalität und mehr Bürgernähe. Mit dem Trägerwechsel zum Anfang des Jahres haben wir hier eine große Chance erhalten. Wir sind auf einem wirklich guten Weg, dass diese auch genutzt wird“, so Laumann. Er kündigte an, dass er die Arbeit und die weitere Entwicklung der UPD auch in Zukunft aufmerksam begleiten will.

Seit Jahresanfang hat die UPD mit ihrem Beraterteam aus Sozialversicherungsfachangestellten, Psychologen, Juristen und Medizinern rund 24.000 ratsuchende Bürger beraten. Damit liegt sie den Angaben zufolge bereits in ihrer Aufbauphase deutlich über den Anrufzahlen des Vorjahres. Der Patientenbeauftragte verweist auch auf die verbesserte telefonische Erreichbarkeit: Demnach mussten Ratsuchende in der Vergangenheit im Schnitt bis zu 2,8 Mal bei der UPD anrufen, um mit einem Berater sprechen zu können, während sie nun nach durchschnittlich 1,5 Versuchen einen Berater am Ohr haben.

 

UPS will bekannter und noch besser erreichbar werden

Thorben Krumwiede, Geschäftsführer der UPD, freut sich über diese Entwicklung: „Das Ziel, mit dem wir Anfang Januar angetreten sind, war unter anderem, eine gute Idee noch besser zu machen. Für uns heißt das konkret: mehr Bürgernähe, bessere Erreichbarkeit und mehr Fachkompetenz der Berater.“ Er zeigt sich zuversichtlich, dass es gelingen kann, in Zukunft noch mehr Ratsuchenden zu helfen.

Foto: Picture Factory – fotolia.com

Autor: Angela Mißlbeck
Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
 

Weitere Nachrichten zum Thema Patientenberatung

 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Sie hat keine Kalorien und trotzdem soll sie dick machen: Kohlensäure. Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie, die bereits letztes Jahr durchgeführt wurde und nun wieder in die Schlagzeilen geraten ist. Doch stimmt das wirklich?
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Interviews
Die akute Aortendissektion ist immer ein Notfall. Einer Studie zufolge könnte vielen Menschen das Leben gerettet werden, wenn sie rechtzeitig und adäquat behandelt werden würden. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Dr. Stephan Kurz vom Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) über die Versorgungssituation und das erfolgreiche Projekt „Aortentelefon“ gesprochen.
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.