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Omega-3-Fettsäuren können kardio-vaskulären Ereignissen nicht vorbeugen

Dienstag, 24. November 2020 – Autor:
Omega-3-Fettsäuren können kardio-vaskulären Ereignissen nicht vorbeugen. Das zeigt eine von der Cleveland Clinic durchgeführte Studie.
Fischöl-Kapseln, Omega-3-Fettsäuren

Fischöl kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen anscheinend nicht vorbeugen – Foto: ©Jennewein Photo - stock.adobe.com

Omega-3-Fettsäuren können kardio-vaskulären Ereignissen nicht vorbeugen. Das zeigt sich in der von der Cleveland Clinic durchgeführten STRENGHT-Studie. An der nahmen Risiko-Patienten teil, die bereits an Diabetes und koronaren Herzerkrankungen litten.

Es wurden 13.078 Patienten randomisiert, die täglich ein hochdosiertes, rezeptpflichtiges Omega-3-Fettsäuremedikament (4 g Omega-3-Carbonsäure) oder Placebo (Maisöl) erhielten. Und zwar zusätzlich zu den üblichen Therapien wie Statinen.

Patienten wurden weltweit rekrutiert

Die doppelblinde multizentrische Studie umfasste Patienten, die in 675 akademischen und kommunalen Krankenhäusern in Nordamerika, Europa, Südamerika, Asien, Australien, Neuseeland und Südafrika randomisiert wurden.

Der primäre Endpunkt war eine Kombination aus Herz-Kreislauf-Tod, Herzinfarkt, Schlaganfall, Revaskularisation der Koronararterien und Krankenhausaufenthalt wegen instabiler Angina pectoris.

 

Omega-3-Fettsäuren beugen kardio-vaskulären Ereignissen nicht vor

Nachdem bei 1.384 Patienten ein primäres Endpunktereignis aufgetreten war, wurde die Studie abgebrochen, da eine geringe Wahrscheinlichkeit eines klinischen Nutzens von Omega-3-Carbonsäure bestand.

Ein Hauptereignis trat bei 12 Prozent der Patienten auf, die mit Omega-3 behandelt wurden, und bei 12,2 Prozent der Patienten, die mit Placebo behandelt wurden. Omega-3-Fettsäuren können kardio-vaskulären Ereignissen anscheinend nicht vorbeugen.

Mehr Vorhofflimmern in der Omega-3-Gruppe

Dazu kommt: Die Studie zeigte mehr Vorhofflimmern-Fälle in der Omega-3-Behandlungsgruppe. "Bei der Verabreichung einer Omega-3-Fettsäureformulierung besteht eine gewisse Unsicherheit, ob ein Nettonutzen oder -schaden entsteht", resümierte Zweitautor Dr. Michael Lincoffrektor.

Die Ergebnisse legten nahe, die gesamte Klasse von Fischölprodukten zu überprüfen. Sie hätten auch Auswirkungen auf rezeptfreie Fischöl-Präparate, von denen viele Patienten große Dosen einnehmen, ergänzte Dr. Nissen. Die Studie wurde im Journal der American Medical Association veröffentlicht.

Foto: Adobe Stock/Jennewein Photo

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