Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

„Offensive Psychische Gesundheit“ fordert mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen

Die Anzahl der Fehltage im Beruf aufgrund von psychischen Erkrankungen nimmt immer weiter zu. Das ist das Ergebnis des Psychoreports 2020 der DAK-Gesundheit. Experten fordern daher einen offeneren Umgang mit diesen Leiden. Das kann auch dazu beitragen, dass Betroffene schneller wieder gesund werden.
Offensive Psychische Gesundheit

Experten raten, über psychische Probleme offen zu reden

Immer mehr Menschen fühlen sich gestresst. Beruf, Schule, Ausbildung, Partnerschaft, Familie, ja sogar Freizeitaktivitäten führen häufig zu einer dauerhaften Überlastung. Damit daraus keine psychischen Erkrankungen werden, wurde die Offensive Psychische Gesundheit gestartet. Sie ruft zu mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen auf und möchte Präventionsangebote bekannter machen – damit Depressionen, Angststörungen und Co. gar nicht erst entstehen oder schneller bekämpft werden können.

Präventionsangebote bekannter machen

Die Offensive, die am 5 Oktober 2020 gestartet ist, wurde gemeinsam vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) initiiert. Über 40 Organisationen und Behörden sind dabei und wollen die Präventionslandschaft vernetzen. Auch Prominente wie beispielsweise der ehemalige Skispringer Sven Hannawald unterstützen die Initiative.

Die Ziele der Offensive sind:

  1. Offenheit im Umgang mit psychischen Belastungen in der Gesellschaft zu erhöhen
  2. Vernetzung relevanter Akteure zu stärken sowie
  3. einen bsseren Zugang zu Präventionsangeboten zu ermöglichen.
 

Frühzeitig über psychische Probleme reden

Für Be­trof­fe­ne gibt es ei­ne Viel­zahl von Be­ra­tungs- und Hilfs­an­ge­bo­ten. Auf der Homepage der Initiative finden sich Prä­ven­ti­ons­ak­ti­vi­tä­ten, die von BMAS, BMG und BMFSFJ un­ter­stützt wer­den. Darüber hinaus gibt es auch einen Überblick über konkrete Hilfsangebote und Anlaufstellen rund um die psychische Gesundheit.

Auch Tipps zum Gespräch über eigene psychische Probleme werden von der Offensive Psychische Gesundheit gegeben.  Denn vielen Menschen fehlt es schwer, über seelische Leiden zu reden. Dabei kann das Ansprechen von Problemen die Manifestation psychischer Erkrankungen verhindern. Mit dem Gesprächsleitfaden „Lass uns reden!“ gibt die Initiative,Hinweise, wie man diese schwierigen Gespräche bewältigen kann.

Foto: Adobe Stock / contrastwerkstatt

Autor: anvo
Hauptkategorien: Medizin , Gesundheitspolitik
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Depression , Angst , Arbeitsbelastung , Stress
 

Weitere Nachrichten zum Thema Psyche

16.11.2020

Isolation, Bewegungsarmt, Verlust der Tagesstruktur – All das kann während der Coronakrise dazu beitragen, dass psychische Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen entstehen. Experten geben Tipps, wie man trotz des Lockdowns psychisch gesund bleibt.

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Der Wirkstoff Nusinersen zur Behandlung von spinaler Muskelatrophie (SMA) hat nach Einschätzung des IQWiG einen erheblichen Zusatznutzen für Kinder mit SMA Typ1. Die Kinder mit einem frühen Krankheitsbeginn profitieren demnach von einer lebensverlängernden Behandlung.

Der AstraZeneca-Impfstoff ist jetzt auch für Senioren zugelassen. Damit könnten die älteren Corona-Risikogruppen schneller durchgeimpft werden. Über Härtefalle, die aus ärztlicher Sicht eine vorzeitige Impfung benötigen, entscheidet in Berlin eine neue Clearingstelle.

Frust-Essen, mehr Alkohol, unfreiwillige Häuslichkeit, weniger Bewegung: Die COVID-19-Pandemie hinterlässt auch bei Gesunden ihre Spuren. 43 Prozent der Verbraucher haben zugenommen – um 5,5 Kilo im Schnitt. Bei jedem Siebten sind es sogar 10 Kilo oder mehr. Das zeigt eine INSA-Umfrage des rbb für sein Sendegebiet Berlin/Brandenburg.
 
Kliniken
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin