. Zwischenbericht des Familienministeriums

Offensive in der Altenpflege zeigt erste Wirkung

Die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege zeigt Wirkung. Darauf hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in einer Pressemitteilung hingewiesen.

Immer mehr junge Menschen entscheiden sich, eine Pflege-Ausbildung zu machen.

Der erste Zwischenbericht zur "Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege" zeige, dass die stationären und ambulanten Altenpflegeeinrichtungen mehr Ausbildungsplätze und die Länder mehr Schulplätze zur Verfügung stellen, so das Ministerium.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig  freute sich: "dass wir - gemeinsam mit den rund 30 Partnern aus Bund, Ländern und Verbänden - dem Fachkräftemangel in diesem Bereich entgegentreten. Der Zwischenbericht zeigt, dass die im Rahmen der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive ergriffenen Maßnahmen Wirkung zeigen. Im Schuljahr 2013/2014 haben sich so viele Personen wie nie zuvor für eine Altenpflegeausbildung entschieden."

Über 26.000 Menschen haben sich für Ausbildung in Pflege entschieden – das ist spitze!

Mit bundesweit 26.740 Eintritten in eine Altenpflegeausbildung wurde ein neuer Spitzenwert erreicht. Hinzu komme, dass die im Rahmen der Offensive vereinbarte Steigerungsrate von 10 Prozent mit bundesweit insgesamt 14,2 Prozent deutlich übertroffen wurde. Mittlerweile bestehe in neun Bundesländern Schulgeldfreiheit, in weiteren drei Bundesländern seien eine ausreichende Anzahl kostenfreier Schulplätze vorhanden.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles betonte, dass sie Arbeitsmarktpolitik einen maßgeblichen Beitrag leiste: „Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit helfen wir lebens- und berufserfahrene Menschen für eine Altenpflegeumschulung zu gewinnen. Bis zur Halbzeit der Offensive sind über 9.000 Personen in eine geförderte Umschulung in der Altenpflege eingetreten.“ Und auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe zeigte sich zufrieden: "Ich freue mich sehr, dass pünktlich zum Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes die Zahl der Auszubildenden in der Altenpflege deutlich steigt. Damit zeigt die Pflegeoffensive, die die Bundesregierung zusammen mit den Ländern und Verbänden angestoßen hat, ihre Wirkung. Noch nie hatten wir so viele Auszubildende in Pflegeberufen. Das ist ein gutes Zeichen. Und das muss für alle Beteiligten Ansporn sein, alles dafür zu tun, dass sich dieser Trend fortsetzt."

Offensive in der Altenpflege ist Querschnittaufgabe mehrerer Ministerien 

Die Ausbildungs-und Qualifizierungsoffensive Altenpflege wurde im Dezember 2012 unter Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Beteiligung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ins Leben gerufen, um dem wachsenden Fachkräftebedarf in der Altenpflege zu begegnen. Ziele sind unter anderem die stufenweise Steigerung der Ausbildungszahlen bis 2015, die Nachqualifizierung von Pflegehelfern zur Altenpflegefachkraft sowie die Steigerung der Attraktivität des Berufsfeldes z.B. durch verbesserte Gesundheitsförderung, einen ausgewogeneren Personalmix, und eine leistungsgerechte Vergütung.

Foto: Fotolia - Kzenon

Autor: Cornelia Wanke
Hauptkategorien: Demografischer Wandel , Pflege

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