. Glücklich durch Essen

Obst und Gemüse steigern Wohlbefinden

Der Verzehr von viel Obst und Gemüse ist offenbar nicht nur gesund, sondern kann auch unsere Zufriedenheit und unser Wohlbefinden deutlich steigern. Das ist das Ergebnis einer Studie US-amerikanischer Forscher.
Glücklich durch gesundes Essen

Obst und Gemüse sind nicht nur gesund, sondern machen offenbar auch glücklich

Wie sich eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse auf Krankheiten wie Krebs, Schlaganfälle oder Herzinfarkte auswirkt, war bereits Gegenstand unzähliger Forschungen. Doch ob und wie unsere Ernährung unser Wohlbefinden und unsere Lebenszufriedenheit beeinflusst, wurde bisher kaum untersucht. Das wollten Forscher der University of Warwick ändern. Daher suchten sie nach dem Zufallsprinzip 12.000 Menschen aus, die über mehrere Jahre hinweg Nahrungsmitteltagebücher ausfüllen sowie Angaben zu ihrem psychologischen Befinden machen sollten. Die Ergebnisse der Studie wurden nun im American Journal of Public Health veröffentlicht.

Wirkung der gesunden Ernährung schnell spürbar

Wie sich zeigte, war eine Steigerung der Zufuhr von Obst und Gemüse tatsächlich mit einer deutlichen Zunahme der Lebenszufriedenheit verbunden. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass jede zusätzliche tägliche Portion Obst und Gemüse das Wohlbefinden verbesserte – und zwar bis zu einer Menge von acht Portionen pro Tag. Die Verbesserung des Wohlbefindens geschah innerhalb eines Zeitraumes von 24 Monaten, meist aber schon nach sehr kurzer Zeit. Andere Einflussfaktoren auf die Zufriedenheit wie Änderungen im Einkommen oder den Lebensumständen wurden von den Forschern berücksichtigt.

„Der Konsum von Obst und Gemüse steigert offenbar unser Glück sehr viel schneller, als es die menschliche Gesundheit verbessert“, erklärt Studienautor Andrew Oswald. Oft werde die Motivation, sich gesund zu ernähren, durch die Tatsache geschwächt, dass sich der gesundheitliche Nutzen erst Jahre oder Jahrzehnte später zeige. „Die Verbesserung unseres Wohlbefindens ist allerdings sofort nach einem erhöhten Verzehr von Obst und Gemüse festzustellen“, so Oswalt.

 

Antioxidantien, die glücklich machen

Die Ursachen für den positiven Einfluss der gesunden Ernährung auf unsere Zufriedenheit sind noch nicht ganz geklärt. Die Forscher vermuten aber, dass Vitamine eine Wirkung auf die Bildung bestimmter „Glückshormone“ haben könnten. Hierzu seien aber noch weitere Forschungen nötig.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich mindestens 625 Gramm Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Darin sollten zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse enthalten sein, wobei eine Portion mit etwa 125 Gramm berechnet ist. Um die Umsetzung einfacher zu machen, hat die DGE vor einigen Jahren die Gesundheitskampagne „5 am Tag“ gestartet, deren zentrale Botschaft es ist, dass jeder Mensch täglich mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst essen sollte.

Foto: © Julián Rovagnati - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin
 

Weitere Nachrichten zum Thema Gesunde Ernährung

 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
Kann ein „übersäuerter“ Körper auf Dauer krank machen? Professor Dr. Andreas Pfeiffer vom Deutschen Zentrum für Ernährungsforschung erläutert, ob die Befürchtung wirklich zutrifft.
 
. Weitere Nachrichten
Zum Welt-Diabetestag gibt es schlechte Nachrichten für Frühstücksmuffel: Epidemiologische Studienhaben gezeigt, dass der Verzicht auf ein Frühstück mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist. Umgekehrt scheint regelmäßiges Frühstücken vor der Zuckerkrankheit und Übergewicht zu schützen.
Die Seborrhoische Dermatitis zeichnet sich durch einen schuppigen und häufig juckenden Ausschlag im Gesicht und auf der Kopfhaut aus. Dermatologen haben nun herausgefunden, dass der Transkriptionsfaktor JunB eine Schlüsselrolle bei der Entstehung dieser Erkrankung spielt. Sie hoffen, dass sich daraus neue Therapieansätze entwickeln lassen.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Kliniken
. Interviews
Die akute Aortendissektion ist immer ein Notfall. Einer Studie zufolge könnte vielen Menschen das Leben gerettet werden, wenn sie rechtzeitig und adäquat behandelt werden würden. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Dr. Stephan Kurz vom Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) über die Versorgungssituation und das erfolgreiche Projekt „Aortentelefon“ gesprochen.
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.