. Krebs

Neues Online-Portal berät junge Erwachsene mit Krebs

Mit den sozialen Folgen einer Krebs-Erkrankung während Ausbildung, Studium oder zu Beginn des Arbeitslebens sind junge Erwachsene praktisch immer überfordert. Hilfe erhalten Betroffene nun über ein neues Online-Portal. Betreiber ist die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs.
Für junge Erwachsene ist eine Krebs-Erkrankung in vielfacher Hinsicht fatal

Junge Erwachsene mit Krebs brauchen besondere Beratung

Die Diagnose Krebs bedeutet für junge Menschen eine mehrfache existenzielle Bedrohung: gesundheitlich, finanziell und sozial. „Zu den unmittelbaren medizinischen Implikationen einer Krebsdiagnose kommt bei jungen Menschen mit Krebs ein signifikant erhöhtes Armutsrisiko, das die ohnehin schon extrem schwierige Situation noch deutlich verschärft“, erklärt Prof. Mathias Freund, Kurato­riumsvorsitzender der Stiftung.

Das „Junge Krebsportal“ soll bei den notwendigen Anträgen und den dazugehörigen Fristen und sozialen Problemen Rat und Hilfe geben. Das Portal wurde mit Medizinern, Juristen, IT-Spezialisten und Patienten entwickelt, heißt es weiter in einer Mitteilung der Stiftung.

Online-Portal für junge Erwachsene mit Krebs vermittelt Experten

Nach Einrichtung des persönlichen Datenbereichs, Formulieren der Anfrage und Erfassen von Basisinformationen über www.junges-krebsportal.de wird der Kontakt zwischen Patienten und Beratern über einen Online-Chat hergestellt. Die Probleme können im Chat, telefonisch oder im persönlichen Kontakt mit einem Berater in der Nähe angegangen werden.

Das „Junge Krebsportal“ richtet sich an Menschen im Alter von 18 bis 39 Jahre, die an Krebs erkrankt sind, waren und mit den Folgen der Erkrankung oder mit einem Rezidiv kämpfen. „In dieser Altersgruppe treten 15.000 neue Krebserkrankungen pro Jahr auf“, erklärt Michael Oldenburg, Vorstand der Stiftung.

 

Junge Erwachsene mit Krebs: Viele Hilfsmöglichkeiten

Das Expertenteam besteht aus Sozialmedizinern, die ehrenamtlich für die Stiftung tätig sind. Als Mitglieder des Arbeitskreises Onkologische Rehabilitation der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) besitzen sie eine fundierte Expertise in den für die jungen Patienten relevanten Fragestellungen und sind mit den aktuellen Entwicklungen unter anderem im Bereich des Sozialrechts vertraut.

Das bundesdeutsche Sozialsystem bietet eine Fülle an Hilfestellungen, die nicht genutzt werden, da sie weder Therapeuten noch Patienten bekannt sind, betont auch Dr. Ulf Seifart, Wissenschaftlicher Projekt­leiter des „Jungen Krebsportals“, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs und Chefarzt der Klinik „Sonnenblick“ der Deutschen Rentenversicherung in Marburg.

Junges Krebsportal wird wissenschaftlich ausgewertet

Neben der Beratung soll das Projekt dabei helfen, die zukünftige Versorgung der Betroffenen zu verbessern. Durch eine wissenschaftliche Auswertung sollen die besonderen Problemlagen der jungen Patienten analysiert werden. „Mit Zustimmung der Patienten wollen wir durch die Analyse der aktuellen Situation bestehende Defizite in der Versorgung aufdecken und notwendige Verbesserungen formulieren“, so Freund.

Foto: photographee.eu

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin
 

Weitere Nachrichten zum Thema Krebs

 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Bei Patienten mit Schlaganfällen unbekannter Ursache und ungeklärtem Auftreten plötzlicher Bewusstlosigkeit (Synkopen) können ein mobiles EKG-Monitoring und telemedizinische Kontrolle schnell und effizient Herzrhythmusstörungen entdecken. Dadurch wird ein schnelles Eingreifen ermöglicht.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Kliniken
. Interviews
Die akute Aortendissektion ist immer ein Notfall. Einer Studie zufolge könnte vielen Menschen das Leben gerettet werden, wenn sie rechtzeitig und adäquat behandelt werden würden. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Dr. Stephan Kurz vom Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) über die Versorgungssituation und das erfolgreiche Projekt „Aortentelefon“ gesprochen.
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.