. Epilepsie-Zentrum

Neues Epilepsie-Zentrum am Vivantes Humboldt-Klinikum

Das Vivantes Humboldt-Klinikum in Berlin-Reinickendorf hat im Februar 2009 eine hoch spezialisierte Überwachungseinheit für Epilepsie-Patienten eröffnet. Das so genannte Epilepsie-Monitoring ist wichtiger Bestandteil des neu etablierten Epilepsie-Zentrums.
Neues Epilepsie-Zentrum am Vivantes Humboldt-Klinikum

© cynoclub - Fotolia.com

Epilepsien gehören zu den häufigsten chronischen neurologischen Erkrankungen, doch es gibt wenige hierauf spezialisierte Kliniken. Das neue Epilepsie-Zentrum am Vivantes Humboldt-Klinikum bietet Epilepsie-Patienten nun eine hoch spezialisierte Überwachungseinheit mit drei Langzeit-Video-EEG-Plätzen. "Die Langzeit-Video-EEG-Überwachung ist derzeit der diagnostische Goldstandard", erläutert die neue Chefärztin der Klinik für Neurologie am Vivantes Humboldt-Klinikum, Prof. Dr. Bettina Schmitz, die zuvor an der Charité arbeitete. "Die Behandlungsmöglichkeiten für Anfallserkrankungen sind vielfältig, können aber nur aufgrund einer differenzierten Diagnose optimal eingesetzt werden."

Epilepsieambulanz

Für Privatpatienten steht ausserdem eine Epilepsieambulanz in der Klinik für Neurologie zur Verfügung. Damit bald auch Kassenpatienten die Epilepsieambulanz nutzen können, hat das Klinikum bei den gesetzlichen Krankenkassen eine entsprechende Zulassung beantragt.

Auch eine neue Schlaganfall-Einheit ist nun unter der Leitung von Prof. Schmitz. Zuvor war die Einheit auf der Intensivstation untergebracht. In der neuen Stroke Unit mit vier Überwachungsplätzen gibt es eine 24-stündige neurologische Arztpräsenz. Die enge Kooperation mit der Radiologie und Kardiologie bedeute eine optimale und individuelle Versorgung von Patienten mit Schlaganfällen, teilte das Klinikum mit. Etwa 900 Schlaganfall-Patienten werden jedes Jahr im Vivantes Humboldt-Klinikum behandelt.
Die Kosten für die Einrichtung des Epilepsie-Zentrums und die Erneuerung der Stroke Unit betragen knapp 400.000 Euro.

Anzeige
 

Weitere Nachrichten zum Thema Neurologie

| Chorea-Huntington ist genau wie Alzheimer eine unheilbare neurodegenerative Erkrankung. Grundlagenforscher ist aus Berlin haben jetzt einen molekularen Mechanismus entdeckt, der die Produktion der schädlichen Eiweiße unterdrückt. Damit wächst die Hoffnung auf eine wirksame Therapie.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Wer abnehmen möchte, greift gerne auf Obst zurück. Es ist vergleichsweise kalorienarm und lecker. Ernährungsexperten raten allerdings von zu vielen Obstmahlzeiten am Tag ab. Die zuckerhaltigen Snacks könnte den gegenteiligen Effekt bewirken.
In Flugzeugen lauern viele Keime – einige davon können unsere Gesundheit gefährden. Forscher der Friedrich-Schiller-Universität Jena legten nun eine erste systematische Übersichtsarbeit über Krankheitserreger auf Materialien in Flugzeugen vor.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Anzeige
 

. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof, Wüsthoffstraße 15, 12101 Berlin, Konferenzraum1
. Interviews
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.
Noch zu wenige Versicherte nehmen die Darmkrebsvorsorge wahr. Die AOK Nordost geht deshalb neue Wege. Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost und verantwortlich für das Ressort Versorgung, erläutert das Engagement, das soeben mit dem Felix Burda Award ausgezeichnet wurde.