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Neues Ärzteportal informiert über CFS

Montag, 2. Juli 2018 – Autor: Anne Volkmann
Die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS hat ein neues Internetportal eingerichtet, auf dem sich Ärzte und medizinisches Personal Informationen über das Chronische Erschöpfungssyndrom einholen können. Damit soll das bisher verfügbare Wissen über die Erkrankung stärker verbreitet werden.
CFS, Chronisches Fatiguesyndrom, Ärzteportal

Ärzte können sich über ein neues Portal über CFS informieren – Foto: ©Elnur - stock.adobe.com

Das Chronische Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrom, CFS) ist für viele Ärzte und Patienten immer noch eine große Unbekannte. Aufgrund der Vielzahl der Symptome dauert es häufig lange, bis die Diagnose gestellt wird. Zudem gibt es keine Labortests und andere objektive Marker, welche die Krankheit eindeutig identifizieren. Um Ärzte und anderes medizinisches Personal besser über die Erkrankung aufzuklären, hat die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS nun auf ihrer Website ein Fachkreisportal eingerichtet, das Informationen zur Erkrankung bereitstellt.

Informationen zu Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Durch das Angebot will die Gesellschaft die wissenschaftliche Aufklärung über CFS fördern, den Zugang zu zentralen Dokumenten erleichtern, auf Fortbildungsveranstaltungen hinweisen und so die medizinische Versorgung von Erkrankten verbessern. Neben aktuellen wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten über ME/CFS sowie Hinweisen zur Diagnose, Ätiologie, Pathophysiologie und symptomatischen Behandlungsansätzen werden die Kanadischen Konsenskriterien, die Bell-Skala oder auch das von Frau Prof. Dr. Scheibenbogen und Dr. Grabowski verfasste Kapitel „Chronisches Fatigue-Syndrom“ aus dem medizinischem Standardwerk „Harrsions Innere Medizin“ bereitgestellt.

Auch wenn das Wissen um die Erkrankung noch vergleichsweise gering ist, gibt es doch diverse Hinweise auf Entstehungsbedingungen und Behandlungsmöglichkeiten. Zurzeit werden als Ursachen autoimmune Faktoren sowie virale Trigger und ein eingeschränkter Energiestoffwechsel diskutiert. Es gibt diverse symptomatische Behandlungsmöglichkeiten, die den Allgemeinzustand der Patienten verbessern können sowie Empfehlungen, die einen besseren Umgang mit der Krankheit ermöglichen. Mögliche kausale und kurative Therapien, z.B. mit Immunglobulinen, einer Apharese oder dem Chemotherapeutikum Cyclophosphamid, werden derzeit erforscht.

 

Ärzte brauchen speziellen Login

Diese und weitere Informationen zum Chronischen Erschöpfungssyndrom sind unter www.mecfs.de/aerzteportal abrufbar. In Zukunft soll das Angebot des neuen Portals stetig wachsen, so der Plan der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS. Ein wissenschaftlicher Newsletter informiert Ärzte regelmäßig über neue Studien und Entwicklungen sowie aktuelle Fortbildungsveranstaltungen zu ME/CFS. 

Die Informationen sind über einen DocCheck-Zugang einzusehen, einen Identifizierungsdienst, der Zugang zu Webseiten mit medizinischen Fachinformationen bietet. Der Grund dafür: Die Informationen unterliegen teilweise dem Heilmittelwerbegesetz oder sind lizenzrechtlich geschützt. Die meisten Ärzte bereits über einen Login. Die Informationen des Ärzteportals wurden in Abstimmung mit Medizinern des Instituts für Immunologie der Charité zusammengestellt.

Foto: © Elnur - Fotolia.com

Hauptkategorien: Gesundheitspolitik , Medizin
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