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22.04.2018

Neuer Pflege-Studiengang an der Charité ab 2020

Um das Personalproblem in der Pflege zu lösen, muss der Beruf vor allem attraktiver werden – darin sind sich alle Experten einig. Die Charité plant nun einen neuen Pflege-Studiengang, der dazu beitragen soll, die Qualität in der Pflege zu verbessern und mehr Menschen für den Beruf zu begeistern.
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Ein neuer Studiengang soll die Pflege weiter verbessern

Die Pflege der Zukunft steht vor einer doppelten Herausforderung: Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen benötigen mehr Personal, aber auch höher qualifizierte Fachleute. Dem steigenden Bedarf an Personal, das auch durch ein Hochschulstudium qualifiziert ist, um die immer komplexer werdenden Aufgaben zu bewältigen, möchte die Charité – Universitätsmedizin Berlin nun mit der Einrichtung eines neuen Studiengangs begegnen: dem Bachelor of Science in Pflege. Studierende erwerben innerhalb von vier Jahren eine Berufszulassung als Pflegefachperson sowie den akademischen Grad. Der Studiengang soll ab dem Sommersemester 2020 mit 60 Studierenden an der Charité starten.

Mehr Verantwortung für die Pflege

Der neue Studiengang soll den Nachwuchs auf die Anforderungen im Krankenhaus, im Pflegeheim oder in der häuslichen Pflege noch besser vorbereiten. Studierende sollen mit den Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut gemacht werden und lernen, mehr Verantwortung für die medizinische Versorgung als bisher für die Patienten zu übernehmen. „Eine Gesellschaft, die immer älter wird, braucht mehr qualifizierte Pflegefachleute, die den immer anspruchsvoller werdenden Aufgaben gerecht werden und die Patienten in ihrem Versorgungsprozess kompetent begleiten können“, erklärt Judith Heepe, Pflegedirektorin der Charité.

Die Absolventen sollen auch in der Lage sein, sich an pflegewissenschaftlichen Projekten zu beteiligen, um das eigene Handeln hinterfragen und wissenschaftlich auswerten zu können, betont Professor Michael Ewers, Direktor des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft. Zu den Aufgabenfeldern sollen sowohl die direkte Versorgung als auch die Beratung und Anleitung von Patienten oder Angehörigen gehören. Zudem wird es darum gehen, Versorgungsabläufe zu steuern und zu koordinieren.

 

Ausbildungsmöglichkeiten erweitern

„Die Behandlung unserer Patienten erfordert schon immer eine interprofessionelle Betreuung, also eine Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen, wobei der Pflege natürlich eine überragende Bedeutung für den Heilungsprozess zukommt“, so Professor Joachim Spranger, Prodekan für Studium und Lehre. „Es ist eine sehr positive Entwicklung, dass wir nun die Akademisierung für die Pflegeberufe vorantreiben können. Wir sind aufseiten der Charité glücklich, mit dem neuen Studiengang einen wesentlichen Beitrag bei der Weiterentwicklung des deutschen Gesundheitssystems liefern zu können.“

Der Studiengang erweitert das bereits bestehende Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten für Pflegende an der Charité. Seit Beginn des Jahres ist es zudem möglich, Gesundheits- und Krankenpflegehelfer berufsbegleitend auszubilden.

Foto: © stokkete - Fotolia.com

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Hauptkategorien: Pflege , Gesundheitspolitik
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