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Neuer Bluttest entdeckt Alzheimer im Frühstadium

Mit Hilfe eines neuen Bluttests könnten Ärzte herausfinden, ob ein Patient frühe Anzeichen der Alzheimer-Erkrankung zeigt – und zwar mit einer Genauigkeit von 90 Prozent.
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Die Alzheimer-Demenz könnte mit einem neuen Bluttest in einem sehr frühen Stadium entdeckt werden

Mit Hilfe eines neuen Tests könnten Ärzte herausfinden, ob ein Patient erste Anzeichen der Alzheimer-Erkrankung aufweist. Der Test misst den Blutplasma-Spiegel des Proteins Beta-Amyloid. Dieses Protein kann sich über Jahrzehnte im Gehirn von Alzheimer-Patienten ansammeln, bis erste äußere Anzeichen der Krankheit sichtbar werden.

Gegenwärtig gibt es keine Behandlung für die Alzheimer-Demenz, die das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen oder stoppen könnte. Daher kann auch die frühzeitige Diagnose den Zustand des Patienten derzeit noch nicht verbessern, andererseits wird weltweit nach neuen Therapien für die degenerative Erkrankung geforscht. Bislang ist ein Gehirn-Scan (PET) oder eine Punktion der Rückenmarks (Lumbalpunktion) erforderlich, um die Beta-Amyloid-Plaques im Gehirn zu entdecken, zwei eher aufwändige Methoden.

Keine Korrelation zwischen Beta-Amyloid im Blut und im Gehirn

Ein australisch-japanisches Forscherteam entwickelte nun einen neuen Bluttest. Hintergrund: Es schwimmt relativ wenig Beta-Amyloid im Blut, verglichen mit dem, was sich im Gehirn ansammelt. Außerdem hatten zahlreiche frühere Studien keine konsistente Korrelation zwischen beiden Werten gefunden. In der neuen Studie verwendeten die Forscher daher die Massenspektrometrie, eine empfindlichere Messtechnik, die den Nachweis kleinerer Mengen des Proteins erlaubt.

Sie verglichen Gehirn-Scans und Blutproben von 121 japanischen Patienten und 252 australischen Patienten. Einige Teilnehmer hatten Alzheimer, andere nicht, einige hatten leichte kognitive Beeinträchtigungen, die aber nicht mit Alzheimer zusammenhingen.

 

Bluttest entdeckt Alzheimer im Frühstadium

Anstatt das Gesamtniveau des Proteins im Blut zu betrachten, berechnete das Team die Relation zwischen verschiedenen Typen, einem Vorläufer-Protein und zwei Beta-Amyloid-Fragmenten. Das erläutert Co-Autor Katsuhiko Yanagisawa vom Nationalen Zentrum für Geriatrie und Gerontologie in Obu. Damit konnten die Forscher bestimmen, ob ein Mensch Beta-Amyloid-Plaques im Gehirn hatte - also ein Frühstadium von Alzheimer - oder nicht.

Ein Biomarker-Score, der durch die Kombination von zwei verschiedenen Relationen erstellt wurde, sagte das Vorhandensein oder Fehlen von Beta-Amyloid-Plaques im Gehirn mit etwa 90 Prozent Genauigkeit in beiden Gruppen von Patienten voraus. Die entsprechende Studie erschien im Fachmagazin Nature.

Die neuen Ergebnisse müssen nun noch verfeinert werden, bevor der Test im klinischen Alltag verwendet werden kann. Außerdem ist noch nicht klar, ob der Bluttest weniger kosten wird als ein Gehirn-Scan oder eine Lumbalpunktion.

Foto: gabriele rohde/fotolia.com

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