Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
23.03.2021

Neue Termin-Portale für Corona-Schnelltests in Apotheken

Wo kann ich mich kostenlos auf das Coronavirus testen lassen? Die deutschen Apotheken haben hierfür jetzt Portale im Internet freigeschaltet: Hier können Verbraucher herausfinden, welche Apotheken in ihrer Nähe Corona-Schnelltests anbieten – und wann, und sich dann für diese Tests gleich anmelden. Das Ergebnis kommt binnen 20 Minuten per E-Mail, in Form eines digitalen Zertifikats.
Apothekerin am Tresen hinter Anti-Corona-Plexiglasscheibe.

Auch in Apotheken können sich Verbraucher mittels kostenloser Antigen-Schnelltests auf eine mögliche SARS-CoV-2-Infektion testen lassen.

Die jüngste Komponente zur Überwindung der COVID-19-Pandemie sind flächendeckende Corona-Tests. Sie sollen zum einen helfen, einen exponentiellen Anstieg der Ansteckungszahlen zu verhindern, indem Infektionen bei möglichst vielen möglichst früh aufgespürt werden. Zum anderen sollen sie den Getesteten die Möglichkeit eröffnen, alte Freiheiten wiederzuerlangen. Aber wie komme ich schnell an einen Schnelltest heran?

Apotheken: Schnelltest-Kapazitäten im Aufbau

Grundsätzlich dürfen seit Anfang März auch Apotheken die anerkannten PoC-Antigen-Schnelltests an Personen durchführen, selbst wenn sie keine Krankheitssymptome zeigen. Doch ganz nebenbei und aus dem Stand geht das nicht. Die Apotheken müssen die Teststationen einrichten; Mitarbeiter müssen geschult, die technischen Voraussetzungen für Terminvergabe und Mitteilung des Testergebnisses müssen geschaffen werden. Immer mehr Apotheken sind in der Lage, Corona-Tests anzubieten. Damit Verbraucher sie finden können, haben Apotheken verschiedene Termin-Portale eingerichtet.

 

In Städten sind Schnelltest-Apotheken leichter zu finden

„In Ballungsgebieten findet man schon leicht eine Schnelltest-Apotheke, in ländlichen Regionen ist das bislang noch etwas schwieriger", sagt Thomas Dittrich, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands. Das Portal ist das der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mit dem Namen mein-apothekenmanager.de. Wenige Tage nach dessen Freischaltung sind nach Angaben der ABDA in dem Schnelltest-Portal inzwischen gut 400 Apotheken gelistet. Täglich kommen neue hinzu.

„Die Apotheken in Deutschland wollen ihren Beitrag leisten und die Bevölkerung möglichst sicher durch diese Pandemie und die nächsten entscheidenden Monate bringen", sagt Jens Psczolla, Geschäftsführer der Beratungsfirma Konzept A aus dem Raum Nürnberg. Sie unterstützt Apotheken beim Aufbau von Testkapazitäten und hat ein zweites Terminportal mit initiiert: schnelltest-apotheke.de.

Infizierte ohne Symptome können entdeckt werden

Durch flächendeckende Schnelltests könnten auch „asymptomatisch“ Infizierte entdeckt werden, sagt Apothekenberater Psczolla – also solche, die das Virus zwar in sich tragen, aber sich gesund wähnen, weil sie keine Krankheitssymptome zeigen. Trotzdem – oder auch deswegen – können sie selbst aber andere anstecken.

So läuft der Schnelltest ab

Wie Verbraucher an einen kostenlosen Corona-Test kommen, lässt sich am Beispiel des Portals schnelltest-apotheke.de durchspielen.

1. Teststation aussuchen 

Man sucht sich eine Teststation in seiner Nähe aus, indem man den Namen einer Apotheke eingibt oder seinen Standort mit einem bestimmten Umkreis von Kilometern. Dann meldet man sich mit seinen persönlichen Daten an und bucht einen Termin. Als Terminbestätigung erhält man einen QR-Code, mit dem man sich beim Test ausweisen kann.

2. Zum Testtermin hingehen

Nachdem man zum vereinbarten Termin bei der Teststation angekommen ist, zeigt man den individuellen QR-Code vor, um sich zu legitimieren. Geschultes Personal der Apotheke führt im Anschluss den Testabstrich durch. Nach dem Test kann man das Ergebnis abwarten, das normalerweise innerhalb von 20 Minuten feststeht.

3. Das Testergebnis bekommen

Wer will kann aber die Apotheke auch gleich nach dem Test verlassen. Denn etwa 20 Minuten nach der Entnahme der Probe erhält man eine E-Mail mit dem Testergebnis in Form eines digitalen Zertifikats. Dieses Ergebnis ist als Anhang der Mail in einer verschlüsselten Datei enthalten. Das Passwort zum Entschlüsseln hat man ganz am Anfang, bei der Anmeldung, selbst generiert. Ist das Testergebnis „negativ“, kann man es 24 Stunden lang überall vorzeigen, wo es verlangt wird: digital, auf dem Smartphone, oder analog, als Ausdruck. Ist das Ergebnis positiv, liegt also eine Infektion vor, wird das dem zuständigen Gesundheitsamt automatisch gemeldet und man wird aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben.

Seit Anfang März haben die Deutschen einen Anspruch darauf, sich mindestens einmal pro Woche kostenlos auf Corona testen zu lassen. Die Tests können von Ärzten und Apotheken durchgeführt werden, aber auch von medizinischen Laboren, Rettungs- und Hilfsorganisationen und weiteren Anbietern.

Foto: ABDA

Autor:
Hauptkategorie: Corona
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Infektionskrankheiten , Coronavirus , Arzneimittel
 

Weitere Nachrichten zum Thema Coronatests

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Alkohol ist ein Zellgift, das offenbar auch Herzrhythmusstörungen auslösen kann. Eine aktuelle Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zeigt, dass sich selbst bei ansonsten gesunden Menschen das Risiko für Vorhofflimmern signifikant erhöht. Demnach haben schon kleine Mengen einen negativen Effekt.

Schwere Unfälle oder Tumor-Erkrankungen können das Gesicht massiv entstellen. Dank computerassistierter Techniken kann der langwierige und sehr belastende Zeitraum für die Wiederherstellung des Gesichts abgekürzt werden. Meist muss nur noch einmal operiert werden – auch weil Implantate mittels 3-D-Drucker schnell und patientenindividuell hergestellt werden können.

Weil Corona so oft asymptomatisch verläuft, kann über die Dunkelziffer nur spekuliert werden. Licht ins Dunkel bringt nun eine Studie Helmholtz Zentrums München. Danach waren in zweiten Corona-Welle waren drei- bis viermal mehr Kinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert, als über PCR-Tests gemeldet.
 
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin