. Medizinische Versorgung

Neue Kindernotdienstpraxis an der Charité eröffnet

Am Charité Campus Virchow-Klinikum gibt es eine neue Notdienstpraxis für Kinder und Jugendliche. Ziel der Einrichtung ist es, die dortige Kinderrettungsstelle zu unterstützen und die Wartezeiten für die jungen Patienten insgesamt zu verkürzen.
Kindernotdienst, Kinderrettungsstelle, Charité

Für Kinder mit akuten Erkrankungen gibt es nun eine neue Notdienstpraxis

Akute Erkrankungen und Verletzungen von Kindern müssen manchmal sofort behandelt werden. Wenn an den Wochenenden dann der Kinderarzt nicht erreichbar ist, bleibt nur der Weg zur Rettungsstelle eines Krankenhauses. Um die Notaufnahmen zu entlasten und die Wartezeiten für akut erkrankte Kinder und Jugendliche zu verkürzen, haben die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin gemeinsam eine neue Notdienstpraxis am Campus Virchow-Klinikum eröffnet.

Die KV-Notdienstpraxis ist freitags von 15 bis 22 Uhr sowie samstags, sonntags und an den Feiertagen von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Bei der Anmeldung wird entschieden, ob es sich um ambulant zu behandelnde Fällen für die Notdienstpraxis oder schwerere Fälle für die Kinderrettungsstelle handelt. Außerhalb der Notdienstpraxiszeiten übernimmt die Kinder-Notaufnahme die Patienten wie gehabt.

Neue Notdienstpraxis soll Kinderrettungsstelle entlasten

„Die KV Berlin freut sich, mit einer ihrer vier Notdienstpraxen für Kinder und Jugendliche Berlins größte pädiatrische Klinik unterstützen zu können. Hier gehören wir hin“, erklärt der stellvertretende KV-Vorstandsvorsitzende Dr. Burkhard Ruppert anlässlich der Eröffnung über den Start der Kooperation mit der Charité. „Mit unserer Notdienstpraxis bieten wir eine Entlastungsmöglichkeit für die Kinderrettungsstelle am Campus Virchow-Klinikum an, und die Mitarbeiter der Charité können sich um die schweren Fälle kümmern.“

„Unser übergeordnetes Ziel ist eine patientenorientierte Rundumversorgung“, ergänzt Professor Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité. Eltern könnten oft nicht einschätzen, wie schwer die Erkrankung des eigenen Kindes tatsächlich ist. "Hierbei wollen wir sie mit dem umfassenden Angebot aus ambulanter Notdienstpraxis und unserer Notaufnahme unterstützen", so Frei.

 

Notdienstpraxis ersetzt nicht den Besuch beim Kinderarzt

Aktuell betreibt die KV Berlin im gesamten Stadtgebiet sechs Notdienstpraxen, vier für Kinder und Jugendliche, zwei für Erwachsene. Weitere sollen folgen. Die Betreiber betonen, dass die KV-Notdienstpraxen tatsächlich nur für Notfälle vorgesehen sind. Hier werden also nur Erkrankungen und Verletzungen behandelt, bei denen nicht bis zur nächsten Sprechstunde des Kinder- oder Hauarztes gewartet werden kann.

Sind Eltern oder Patienten unsicher, können sie auch zunächst die Telefonnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (116117) anrufen. Von der Leitstelle der KV Berlin erfolgt dann eine Weiterleitung in die medizinisch notwendige Versorgung. Im absolut dringenden Notfall sollte der Notruf der Feuerwehr (112) angerufen werden.

Foto: © kerkezz - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
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