. „Initiative Schlaganfallvorsorge“ auf dem Hauptstadtkongress 2014

Neue Initiative will mehr Schlaganfälle verhindern

Zwei von drei Schlaganfällen könnten verhindert werden. Darauf machten die Vertreter der neu gegründeten "Initiative Schlaganfallvorsorge" auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit aufmerksam. Das neue Bündnis kämpft für ein ehrgeiziges Ziel.
Die Initiative Schlaganfallvorsorge will die Zahl der Schlaganfälle bis 2024 deutlich verringern

Die Initiative Schlaganfallvorsorge will die Zahl der Schlaganfälle bis 2024 deutlich verringern

Rund 270.000 Menschen in Deutschland erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall. Doch zwei von drei Schlaganfällen könnten verhindert werden, wenn die Risiken besser bekannt wären und sich die Vorsorge insgesamt verbessern würde. Ein neues Bündnis um die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe engagiert sich nun für eine bessere Schlaganfallprävention. Am Mittwoch stellte die "Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln" ihre Ziele auf dem Hauptstadtkongress 2014 vor. „Wir möchten die Zahl der Schlaganfälle bis 2014 deutlich verringern“, sagte Dr. Michael Brinkmeier, Vorstandsvorsitzender der Schlaganfall-Hilfe, „indem wir einen Beitrag dazu leisten, die Versorgungslandschaft in der Schlaganfallprävention zu verbessern und die Partner im Gesundheitswesen enger miteinander zu vernetzen.“

Vorhofflimmern führt zu besonders schwer verlaufenden Schlaganfällen

Neben der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe sind die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. (BAGSO) sowie die forschenden Pharmaunternehmen Bristol-Myers Squibb und Pfizer Gründer der Initiative. Konzentrieren will sich die Initiative nach eigenen Angaben zunächst auf die Schlaganfallvorsorge bei Vorhofflimmern. Denn die Herzrhythmusstörung erhöht das Schlaganfallrisiko um das fünffache. Gleichzeitig verlaufen durch Vorhofflimmern bedingte Schlaganfälle besonders schwer und führen überdurchschnittlich häufig zu einer lebenslangen Behinderung oder Pflegebedürftigkeit. Mit Informationen für Patienten will die Initiative Patienten den Risikofaktor Vorhofflimmern erklären und helfen diese tückische Erkrankung rechtzeitig zu erkennen. Außerdem will sie Ärzte und Patienten mit Informationen unterstützen, wie nach Diagnose eine lückenlose Versorgung realisiert werden kann. „Die Initiative ist langfristig angelegt“, versicherte Brinkmeier. In weiteren Schritten wolle man den Dialog mit an der Vorsorge beteiligten Akteuren des Gesundheitswesens aufnehmen und gemeinsam nach neuen Lösungen suchen.

 

Initiative "Schlaganfallvorsorge": Jeder Einzelne kann sein Risiko verringern

Ursula Lehr, heute Vorsitzende der BAGSO, erinnerte auf dem Hauptstadtkongress an die Eigenverantwortung. „Neben einer medizinischen Behandlung kann auch jeder Einzelne sein Schlaganfallrisiko verringern“, sagte die ehemalige Bundesministerin für Familie und Gesundheit. „Hinreichende körperliche Bewegung, gesunde Ernährung, geistige und soziale Aktivität mindern das Risiko. Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte oder gar Herzrhythmusstörungen, das sogenannte „Vorhofflimmern“, sind Risikofaktoren, gegen die man angehen kann.“

Im Juli wird die Initiative auch online gehen unter www.schlaganfall-verhindern.de/

Foto: Die Vertreter der Initiative von links nach rechts: Dr. Michael Brinkmeier, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e. V. (BAGSO) und Peter Albiez, Geschäftsführer Pfizer Pharma GmbH. Quelle: obs/Initiative Schlaganfallvorsorge. Bei Vorhofflimmern handeln/Florian Lein"

Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Prävention , Schlaganfall , Vorhofflimmern , Herz-Kreislauf-System
 

Weitere Nachrichten zum Thema Schlaganfall

| Nach einem Mini-Schlaganfall, einer sogenannten transitorisch ischämischen Attacke (TIA), ist das Risiko für einen schwereren Schlaganfall groß. Fachgesellschaften empfehlen jetzt Aspirin und Clopidogrel zur Schlaganfallprophylaxe. Die Kombinationstherapie sollte möglichst schon innerhalb der ersten 24 Stunden beginnen.
 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
 
. Weitere Nachrichten
Das Conn-Syndrom ist die häufigste heilbare Form des Bluthochdrucks. In einigen Fällen kann ein Eingriff an der Nebenniere das Leiden beenden. Mit einem neun online-Tool kann abgeschätzt werden, ob die Operation sinnvoll ist.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Interviews
Mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens sind viele Chancen verbunden. Bei manchen Bürgern löst das Thema aber auch Ängste und Sorgen aus. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Prof. Dr. Erwin Böttinger, einem der weltweit führenden Forscher im Bereich Digital Health, über die elektronische Patientenakte und andere digitale Lösungen gesprochen.