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Neue Funktionen der E-Card werden erprobt

Noch vor der flächendeckenden und verbindlichen Einführung der elektronischen Gesundheitskarte zum Jahresende haben sich Datenschützer über die geplanten Weiterentwicklungen der E-Card informiert. Dabei ging es unter anderem um die Online-Aktualisierung von Versichertendaten.
eGK Datensicherheit wird erneut getestet

Die elektronische Gesundheitskarte soll dazulernen

Dazu startet die gematik nun eine erneute Erprobung. Neben der Online-Aktualisierung der Versichertenstammdaten sollen dabei auch ein Basisdienst für die qualifizierte elektronische Signatur und der Heilberufsausweis getestet werden. Auch die Anbindung bereits bestehender Netze ist nach Angaben der gematik Teil der bevorstehenden Erprobung der Telematikinfrastruktur. Dabei geht es vor allem um das KVSafeNet der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), das Ärzte miteinander und mit ihren Kassenärztlichen Vereinigungen vernetzt. Die KBV hatte wiederholt gefordert, dass dieses Netz in die Telematikinfrastruktur einbezogen werden soll, damit die TI „praxistauglicher“ wird. Sie hatte vielfach Kritik daran geübt, dass die Karte derzeit nur der Verwaltung von Versichertendaten diene.

Neue Funktionen der E-Card: Zwei Testregionen geplant

Die neuen Funktionen der E-Card sollen in zwei Regionen getestet werden. Im Südosten sind Bayern und Sachsen, im Nordwesten Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vorgesehen. Aus beiden Gebieten nehmen laut gematik insgesamt nehmen 1000 Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten und zehn Krankenhäuser an der Erprobung teil.

Wie die neuen Funktionen und vor allem die Einbindung bestehender Netze sicher gestaltet werden können, haben Datenschützer aus Bund und Ländern Anfang Oktober diskutiert. Dazu kam auf Einladung des Bundesdatenschutzbeauftragten die sogenannte Unterarbeitsgruppe „elektronische Gesundheitskarte“ der ständigen Konferenz der Datenschutzbeauftragten aus Bund und Ländern bei der gematik zusammen. In der Unterarbeitsgruppe tagen die Arbeitskreise „Technik“ und „Gesundheit und Soziales“ der Datenschützer gemeinsam.

 

Datenschutz hat Vorrang

„Beim Umgang mit sensiblen Gesundheitsdaten steht Datenschutz an erster Stelle – vor allem bei der Einführung der Telematikinfrastruktur und elektronischen Gesundheitskarte“ so Stefan Bales, zuständiger Referatsleiter beim Bundesgesundheitsministerium, bei diesem Treffen am vergangenen Donnerstag in Berlin. Er wies drauf hin, dass die Datenschützer von Anfang an eng einbezogen worden seien, um gemeinsam rechtliche und technische Maßnahmen zum Schutz der sensiblen Gesundheitsdaten zu erarbeiten.

Hauptgeschäftsführer der gematik Arno Elmer hob hervor: „Wir haben den Anspruch, das sicherste Netz für das Gesundheitswesen aufzubauen.“ Dazu sei der Austausch mit den Datenschützern sehr wichtig. Elmer hatte kürzlich behauptet, die Daten seien in der Telematikinfrastruktur sicherer als beim Online-Banking. Gesundheitsdaten gelten aber in Deutschland auch als besonders sensibel.

Foto: Zerbor - fotolia

Autor: Angela Mißlbeck
Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
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