. Psychiatrische Versorgung

Neue Anlaufstelle Psychiatrie Berlin eröffnet

Am 2. Februar 2011 wurde in Berlin-Schöneberg eine neue Beschwerde- und Informationsstelle rund um die psychiatrische Versorgung eingerichtet. Psychisch kranke Menschen, Angehörige, aber auch Mitarbeiter von psychiatrischen Einrichtungen können sich hier beraten lassen. Auf die Hilfe des BIP können sie insbesondere bei Beschwerden setzen.
HELIOS Kliniken

Foto: HELIOS Kliniken

 

Die neu eingerichtete Beschwerde- und Informationsstelle Psychiatrie (BIP) wird von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. Träger ist Gesundheit Berlin-Brandenburg. Ziel ist es, Patient/innen und Betroffene in ihren Rechten zu stärken. Dazu gehen die Mitarbeiter/innen der BIP den individuellen Beschwerden nach und übernehmen bei Bedarf eine Vermittlerrolle.

Psychiatrische Versorgung

Das Angebot psychiatrischer Hilfesysteme ist umfangreich, differenziert und mitunter unübersichtlich. Beim Übergang von einem zum anderen kann es dadurch zu Lücken und Mängeln kommen. Insbesondere richterlich angeordnete Zwangsmassnahmen können Anlass zu Beschwerden geben, wenn sie von den Betroffenen als unrechtmässig, unangemessen oder fehlerhaft eingeschätzt werden." Diese Beschwerden erfordern besondere Aufmerksamkeit, da sie verfassungsrechtlich geschützte Grundrechte betreffen. Die BIP wird Betroffene und Angehörige unterstützen und begleiten", erklärt Katrin Lompscher, Berliner Gesundheitssenatorin.

So soll die BIP als unabhängige Stelle die Qualitätssicherung in der medizinischen Versorgung unterstützen. "Beschwerden sind eine gute und wichtige Botschaft für eine Verbesserung der Arbeit!", so Heinrich Beuscher, Psychiatriebeauftragter des Landes Berlin.

 

BIP - Beschwerde- und Informationsstelle

Petra Hartmann, Mitarbeiterin der BIP, sagt: "Viele Betroffene, Angehörige und Mitarbeiter/innen haben sich bereits an uns gewandt, um sich über eigene Erfahrungen oder Missstände in der psychiatrischen Versorgung in Berlin zu beschweren. Wir machen die Erfahrung, dass wir bei Problemen oft schon mit geringem Aufwand viel bewirken können."

Die Öffnungszeiten der BIP sind Montag und Donnerstag von 10 bis 14 Uhr, Dienstag von 14 bis 18 Uhr und Mittwochs telefonische Beratung von 10 bis 14 Uhr. Dienstags bietet die BIP zweiwöchentlich von 16-18 Uhr Rechtsberatung mit einem Fachanwalt an. Beratung mit Dolmetscher/innen ist ebenfalls möglich in russisch und türkisch und auf Anfrage in arabisch, vietnamesisch oder spanisch und weiteren Sprachen.

Adresse:

BIP - Beschwerde- und Informationsstelle Psychiatrie
Grunewaldstrasse 82, 10823 Berlin, Tel. (030) 789 500 360
Mail: info(at)psychiatrie-beschwerde.de
Web: http://www.psychiatrie-beschwerde.de/

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Zum Welt-Diabetestag gibt es schlechte Nachrichten für Frühstücksmuffel: Epidemiologische Studienhaben gezeigt, dass der Verzicht auf ein Frühstück mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist. Umgekehrt scheint regelmäßiges Frühstücken vor der Zuckerkrankheit und Übergewicht zu schützen.
Die Seborrhoische Dermatitis zeichnet sich durch einen schuppigen und häufig juckenden Ausschlag im Gesicht und auf der Kopfhaut aus. Dermatologen haben nun herausgefunden, dass der Transkriptionsfaktor JunB eine Schlüsselrolle bei der Entstehung dieser Erkrankung spielt. Sie hoffen, dass sich daraus neue Therapieansätze entwickeln lassen.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Kliniken
. Interviews
Die akute Aortendissektion ist immer ein Notfall. Einer Studie zufolge könnte vielen Menschen das Leben gerettet werden, wenn sie rechtzeitig und adäquat behandelt werden würden. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Dr. Stephan Kurz vom Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) über die Versorgungssituation und das erfolgreiche Projekt „Aortentelefon“ gesprochen.
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.