. Krankenhäuser in Berlin

Neubau am Vivantes Klinikum im Friedrichshain eröffnet

Insgesamt 400 neue Betten entstehen am Klinikum Friedrichshain des kommunalen Berliner Klinikriesen Vivantes. Der erste Teil des 105-Millionen-Euro-Vorhabens ist jetzt abgeschlossen.
Neubau am Vivantes Klinikum im Friedrichshain

Im Neubau des Vivantes Klinikums im Friedrichshain werden Patienten auch ambulant behandelt.

Termingerecht hat der größte kommunale Klinikkonzern in Deutschland am 30. Juni das erste der beiden neuen Bettenhäuser am Standort Friedrichshain in Betrieb genommen. 180 Betten in modernen Ein- und Zwei-Bett-Zimmern finden in dem Neubau mit acht Etagen auf einer Bruttogeschossfläche von 23.000 Quadratmetern Platz. Sie verteilen sich auf vier Etagen mit den Fachgebieten Viczeralchirurgie, Gastroenterologie, Pädiatrie, Geriatrie und Orthopädie. Die fünfte, oberste Etage nimmt eine interdisziplinäre Komfortstation ein. Die Station mit Hotelkomfort kann nach Vivantes-Angaben gegen Zuzahlung jeder Patient nutzen.

Ambulantes Versorgungszentrum im Klinikum im Friedrichshain eröffnet

Im Erdgeschoss hat ein ambulantes Zentrum eröffnet. Mit Ärzten aus verschiedenen Fachgebieten und mehreren Medizinische Versorgungszentren (MVZ) will Vivantes dort ambulante Versorgung anbieten. Zum ambulanten Angebot gehören berufsgenossenschaftliche Untersuchungen, Orthopädie Neurochirurgie, Radiologie und Nuklearmedizin.

In zwei Untergeschossen ist die Technik untergebracht. Außerdem werden sie als Tiefgarage genutzt. Damit wird nun der PKW-Verkehr, der bisher über das Gelände lief, direkt in die Tiefgarage mit 260 Stellplätzen geleitet. Sie ist mit einem Knotenpunkt im Haupthaus des Klinikums verbunden. Von dort aus sind alle Funktionsbereiche auf kurzen Wegen erreichbar, so etwa Notaufnahme, OPs und das neue ambulante Zentrum.

 

Vivantes finanziert Investitionen aus Eigenmitteln

Den Neubau finanziert Vivantes aus eigenen Finanzmitteln. Insgesamt 105 Millionen Euro sind für das Großbauprojekt vorgesehen. „Mit dieser Investition in das Klinikum im Friedrichshain trägt Vivantes erheblich zur Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten bei“, so Vivantes-Chefin Dr. Andrea Grebe. Sie verwies darauf, dass das Friedrichshainer Klinikum als Haus der Maximalversorgung nun auch mit Spitzentechnologie ausgestattet  worden sei. So bietet es Grebe zufolge die modernste Sauerstoff-Druckkammer weltweit. „Wir haben aber auch in Stationen investiert, die unseren Beschäftigten optimale Arbeitsabläufe ermöglichen und eine Umgebung geschaffen, in dem Patientinnen und Patienten sich wohlfühlen“, so die Vivantes-Geschäftsführerin weiter.

Dr. Andrea Bronner, Geschäftsführende Direktorin des Vivantes Klinikums im Friedrichshain ergänzt: „Hiermit bieten wir Spitzenmedizin in einem modernem Ambiente“, ergänzt die Direktorin des Klinikums im Friedrichshain, Dr. Andrea Bronner. Es sei nicht nur ein neues Gebäude gebaut worden, sondern es sei auch in modernste Technik investiert und Wege und Prozesse seien optimiert worden. „Eine besondere Herausforderung war es, dieses Bauvorhaben bei laufendem Betrieb fertigzustellen, zumal bei dem Anschluss der neuen Gebäudeteile auch die denkmalgeschützte Bausubstanz berücksichtigt werden musste“, so Bronner.

Bis 2019 soll ein zweiter Neubau für 220 weitere Betten auf dem Gelände des Klinikums im Friedrichshain entstehen. Geplant ist, dass die beiden Neubauten die Stationen aus dem Vivantes Klinikum am Prenzlauer Berg aufnehmen.

Foto: Vivantes / Reiner Freese

Autor: Angela Mißlbeck
Hauptkategorie: Berlin
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