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01.04.2021

Negativer Corona-Selbsttest wird nicht als offizieller Nachweis akzeptiert

Mit einem Corona-Selbsttest kann sich jeder zu Hause testen. Ein negatives Ergebnis wird aber nicht als offizieller Nachweis akzeptiert. Die Heimtests funktionieren mit Speichel oder einem Nasenabstrich.
Das Ergebnis eines Corona-Selbsttests ist nicht zuverlässig genug, um es offiziell einsetzen zu können

Mit einem Corona-Selbsttest kann sich jeder zu Hause testen. Das Ergebnis wird aber nicht als offizieller Nachweis akzeptiert. Sie funktionieren wie die Schnelltests, die von geschultem Personal durchgeführt werden, sind bloß einfacher zu bedienen.

Die Selbsttests weisen Eiweiße des Coronavirus SARS-CoV-2 in den Schleimhäuten der Atemwege infizierter Personen nach. Es handelt sich um Antigentests. Entweder wird eine Speichelprobe genommen oder mit einem Tupfer ein Abstrich aus dem vorderen Nasenraum. Wichtig ist es, die Probe korrekt zu entnehmen und den Test richtig durchzuführen, um ein möglichst zuverlässiges Ergebnis zu erhalten.

Nach positivem Ergebnis PCR-Test nötig

Dazu gehört: die beigefügte Gebrauchsanweisung sorgfältig durchlesen und vorher die Hände gut waschen. Der gewonnene Speichel oder der Abstrich werden in eine Testflüssigkeit gegeben. Das Gemisch wird auf eine Trägerplatte getropft. Wenn der Test technisch korrekt durchgeführt wurde, erscheint ein Strich. Nach circa 15 Minuten ist das Ergebnis abzulesen. Bleibt ein Strich, heißt das "negativ", erscheint ein zweiter Strich, heißt das "positiv".

Aber: Die Selbsttests haben gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate, insbesondere wenn der Getestete keine Symptome zeigt. Wer sich zuhause selbst getestet und ein positives Ergebnis erhalten hat, sollte einen Termin beim Hausarzt machen oder sich unter der Telefonnummer 116 117 melden, um das Ergebnis mit einem PCR-Test absichern zu lassen. Bis man das Ergebnis hat, sollte man sich zu Hause isolieren. Eine Meldepflicht gibt es aber nicht.

 

Corona-Selbsttest wird nicht als offizieller Nachweis akzeptiert

Auch ein negatives Testergebnis kann unter Umständen nicht korrekt sein. Wenn beispielsweise wenig Viren im Körper sind, wie kurz nach einer Ansteckung oder in der späten Phase einer Infektion, kann der Test negativ ausfallen, obwohl die getestete Person infiziert ist. Was bei den Corona-Selbsttests noch zu beachten ist: Das Ergebnis ist nur eine Momentaufnahme, nach einigen Stunden kann das Ergebnis anders aussehen.

Wer in Berlin einkaufen oder zum Frisör gehen möchte, braucht einen negativen Schnelltest (ausgenommen Supermärkte, Drogerien, Apotheken). Der muss von Testzentrum, Apotheke oder Arzt durchgeführt sein. Einen negativen Corona-Selbsttest von zu Hause mitzubringen wird nicht als offizieller Nachweis akzeptiert. Geschäfte können ihren Kunden anbieten, einen Selbsttest vor Ort durchzuführen, dies muss aber unter Aufsicht von "geschultem Personal" geschehen. Das stellt dann auch eine entsprechende Bescheinigung aus. Selbsttests können nicht zur Freitestung verwendet werden, beispielsweise um eine Quarantäne zu verkürzen.

Auch für Urlauber offizieller Schnelltest nötig

Wer Urlaub im Ausland macht und vor dem Rückflug ein negatives Test-Ergebnis benötigt, muss sich von einer offiziellen Stelle oder spätestens am Flughafen testen lassen. Ein Dritter muss den Test vornehmen. Ein Selbsttest wird nicht akzeptiert.

Auch wenn die Selbsttests ungenauer sind als die PCR-Tests, können sie etwas Sicherheit im Alltag geben, etwa bei einem privaten Besuch oder vor dem Kontakt mit Risikopersonen. Außerdem werden sie bei Kita-Kindern und Schülern eingesetzt, da sie nicht so unangenehm sind, wie der tiefe Nasen-Rachen-Abstrich. So lässt sich möglicherweise die Ansteckungsgefahr in diesen Einrichtungen verringern.

Foto: Adobe Stock/Polonio Videos

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