Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
08.03.2021

Nachfrage nach Impfungen gegen Grippe & Co. stark gestiegen

Immer mehr Menschen lassen sich gegen Masern, Grippe und andere Infektionskrankheiten impfen. Das geht aus Abrechnungsdaten der Krankenkassen hervor. Die Nachfrage nach Impfungen ist schon im Jahr vor der Pandemie stark gestiegen.
Nachlassende Impfmüdigkeit: Krankenkassen geben mehr denn je für Impfstoffe aus

Nachlassende Impfmüdigkeit: Krankenkassen geben mehr denn je für Impfstoffe aus

1,722 Mrd. Euro haben die gesetzlichen Krankenkassen 2020 für Impfstoffe ausgegeben. Das entspricht einem Zuwachs von 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am häufigsten wurden Impfungen gegen Grippe, Keuchhusten, HPV, FSME, Masern und Pneumokokken durchgeführt. Erste Analysen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) auf Basis von Daten aus Apothekenrechenzentren gehen davon aus, dass im vergangenen Jahr neben Grippeimpfstoffen auch deutlich mehr Vakzine gegen Pneumokokken und Gürtelrose verbraucht wurden. Alle drei Impfungen wurden voriges Jahr von der Ständigen Impfkommission für bestimmte Risikogruppen ganz besonders stark empfohlen.

Nachfrage nach Impfungen schon 2019 gestiegen

Die Corona-Pandemie könnte die Nachfrage nach Impfungen im Allgemeinen beflügelt haben. Doch schon 2019 verzeichneten die Krankenkassen Mehrausgaben von 16,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018. Die Ausgaben für Impfstoffe betrugen 2019 1,503 Milliarden Euro.

Der Deutsche Apothekerverband erwartet, dass sich der Trend zu mehr Impfungen fortsetzen wird, vor allem gegen Grippe. In der zu Ende gehenden Grippesaison 2020/2021 hatte das Paul-Ehrlich-Institut rund 25 Millionen Impfdosen freigegeben - ein neuer Spitzenwert.

 

Grippeimpfung in der Apotheke

"Während der Corona-Pandemie wird uns nur allzu bewusst, wie gut es ist, bewährte und erprobte Impfstoffe gegen gefährliche Erreger zu haben“, sagt DAV-Vorsitzender Thomas Dittrich. Gerade die jährliche Grippe-Impfung ist sicher und gut verträglich. "Die Apotheken bereiten sich derzeit schon auf die neue Grippesaison 2021/2022 vor und stehen als Partner für Informationen zum Impfen bereit - natürlich auch telefonisch."

Neuerdings dürfen bestimmte Apotheken in einigen Regionen auch selbst gegen Grippe impfen. Dies geschieht im Rahmen von Modellprojekten und nach medizinischer Schulung der Apotheker.

Foto: © Adobe Stock/Africa Studio

Autor: ham
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Grippeschutzimpfung , Impfen
 

Weitere Nachrichten zum Thema Grippeimpfung

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Dioxin in der Muttermilch, Weichmacher im Spielzeug, Mikroplastik in Kosmetika? Bei der Suche nach den Ursachen von Kreidezähnen bei Kindern steht die Forschung noch am Anfang. Der „Barmer-Zahnreport 2021“ stützt jetzt eine weitere Hypothese und kommt nach der Analyse von Behandlungsdaten zu dem Schluss: „Kinder haben häufiger Kreidezähne, wenn sie in den ersten vier Lebensjahren bestimmte Antibiotika erhalten haben.“

Übergewicht ist einer der größten Risikofaktoren für einen Typ 2 Diabetes. Ab welchem Gewicht es kritisch wird, ist jedoch regional sehr unterschiedlich, wie eine neue Studie zeigt. Danach unterscheiden sich insbesondere südliche Länder von den Industrienationen.

Wenn einem etwas „auf den Magen schlägt“, machen Gefühle den Körper krank. So funktioniert Psychosomatik, die Verbindung von Körper und Seele. Denselben Mechanismus kann man aber auch nutzen, um mithilfe positiver Gefühle den Körper – ganz besonders in Stress-Situationen – gesund zu erhalten. Tipps für heilsame kleine Übungen im Alltag.
 
Kliniken
Interviews
Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.


Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.
Logo Gesundheitsstadt Berlin