Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 
23.07.2018

Nach dem Urlaub: Erholung hält nicht lange an

Viele Deutschen sind kurz nach den Ferien offenbar schon wieder urlaubsreif. Jeder Zweite von 1.026 Befragten im Alter von 18 bis 70 Jahren fühlt sich demzufolge nach seinem Jahresurlaub nur ein paar Tage lang entspannt, bevor ihn der alltägliche Stress wieder fest im Griff hat.
Urlaub, Erholung, urlaubsreif, digitale Entschleunigung

Wer im Urlaub wirklich abschalten will, sollte sein Handy einfach mal aus lassen

Die meisten Deutschen genießen ihren Urlaub und fühlen sich bei ihrer Rückkehr erholt. Das haben Umfragen der letzten Jahre ergeben. Doch nachhaltig scheint dies oft nicht zu sein, denn viele fühlen sich kurz nach den Ferien schon wieder urlaubsreif. Das geht zumindest aus einer forsa-Umfrage hervor, die von der KKH Kaufmännische Krankenkasse Hamburg kürzlich veröffentlicht wurde. Demnach fühlt sich jeder Zweite von 1.026 Befragten im Alter von 18 bis 70 Jahren nach seinem Jahresurlaub nur ein paar Tage lang entspannt, bevor ihn der Alltagsstress wieder im Griff hat. Neun Prozent fühlen sich sogar sofort nach dem Wiedereinstieg in Alltag und Arbeitsleben erneut urlaubsreif.

Aktiver Urlaub kann zur Erholung beitragen

Dabei scheint es einen Zusammenhang zwischen Erholung und Art des Urlaubs zu geben. Wer eher zum Faulenzerurlaub an Strand und Pool neigt, scheint im Durchschnitt schneller wieder gestresst zu sein als diejenigen, die einen Aktivurlaub mit viel Bewegung bevorzugen. Dennoch sollte man niemandem einen Aktivurlaub aufzwingen, so Hannes Dietrich vom KKH-Serviceteam in Hamburg. Wichtiger ist seiner Meinung nach eine digitale Entschleunigung, damit die Erholung länger anhält: „Wer im Urlaub etwa ständig Mails checkt, denkt immer wieder an den Alltag und konzentriert sich nicht auf die freie Zeit.“

 

Smartphone und Laptop ausschalten

Viele wollen jedoch bewusst auch im Urlaub ständig erreichbar sein. Über 30 Prozent erklären, ihnen sei es wichtig oder sogar sehr wichtig, über soziale Medien in Kontakt mit Freunden und Familie zu bleiben. Von den Jüngeren wollen dies sogar mehr als die Hälfte. Dennoch kann die ständige Erreichbarkeit dazu beitragen, dass man nicht abschalten kann und sich dadurch auch nicht richtig erholt. Zudem klagen viele Urlauber über Stress mit der Fa­milie.

Neben der digitalen Entschleunigung rät die KKH dazu, schon vor dem Urlaub für eine stressfreie Rückkehr an den Arbeitsplatz zu sorgen. Dazu kann es sinnvoll sein, eine Vertretung zu organisieren und die Kollegen über anstehende Arbeiten während der eigenen Abwesenheit zu informieren. Denn für jeden dritten Erwerbstätigen bedeutet die liegen gebliebene Arbeit bei der Rückkehr eine große Belastung.

Foto: © timonko - Fotolia.com

Autor: anvo
Hauptkategorie: Prävention und Reha
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Entspannungstechniken , Stress , Arbeitsbelastung , Seelische Gesundheit
 

Weitere Nachrichten zum Thema Urlaub

20.06.2016

Als Reisediarrhö wird eine Durchfallerkrankung bezeichnet, die während des Urlaubs oder innerhalb von zehn Tagen nach der Rückkehr eintritt. Wie man sich vor Reisedurchfall schützt, und wie man ihn am besten behandelt, erklärt Prof. Manfred Gross.

13.07.2015

Jeder Vierte erholt sich im Urlaub nicht – das geht aus einem Bericht der Barmer GEK hervor. Vor allem Menschen, die sich stark in ihrem Beruf einbringen und auch abends oder am Wochenende nicht abschalten, fällt die Erholung im Urlaub schwer.

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Im Gegensatz zur Bundespolitik ist offenbar eine klare Mehrheit von Apotheken-Mitarbeitern in Deutschland für eine Legalisierung von sogenanntem Genuss-Cannabis – unter der Bedingung einer streng kontrollierten Abgabe. Das ergibt sich aus einer Studie des Berliner Marktforschungsinstituts Aposcope.


Bei starkem Übergewicht kann ein Magenbypass zu einer bedeutenden Gewichtsabnahme führen. Ärzte aus Gießen nutzen für die Operation jetzt den OP-Roboter daVinci. Das sind die Vorteile.
 
Interviews
Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.


Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.
Logo Gesundheitsstadt Berlin