Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Morbus Bechterew wird oft spät erkannt

Morbus Bechterew ist nicht leicht zu diagnostizieren. Daher vergehen bis zur sicheren Diagnose oft mehrere Jahre. Dabei ist gerade eine frühe Behandlung wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden.
Morbus Bechterew wird oft erst spät erkannt

Morbus Bechterew ist oft nicht leicht zu diagnostizieren

Morbus Bechterew (spondylits ankylosans) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung, von der besonders die Wirbelsäule und deren Verbindung zum Becken betroffen ist. Sie kann aber auch andere Gelenke oder Teile des Skeletts in Mitleidenschaft ziehen. Bei Morbus Bechterew kommt es zur Zerstörung von Knochengewebe, gleichzeitig aber auch zur Neubildung von Knochenanhängseln, welche oft die Beweglichkeit stark beeinträchtigen. Im Endstadium der Erkrankung können ausgedehnte Versteifungen und Verwachsungen der Gelenke und Bänder entstehen. In Deutschland ist etwa jeder 200. Mensch an Morbus Bechterew erkrankt. Die genaue Ursache ist noch unbekannt; allerdings weiß man, dass es eine genetische Veranlagung gibt und dass immunologische Prozesse beteiligt sind.

Erste Symptome sind meist unspezifisch

Der klassische Verlauf von Morbus Bechterew erfolgt in Schüben. Nach Monaten bis Jahren kann sich die Körperhaltung verändern. Meist flacht die untere Wirbelsäule ab, während sich die Brustwirbelsäule krümmt, und es kommt zum typischen Buckel. Im Anfangsstadium sind die Symptome jedoch häufig unspezifisch, was eine frühe Diagnose erschwert. Rückenschmerzen, Erschöpfung und Morgensteifigkeit können vielfältige Gründe haben.

Für einen Morbus Bechterew sprechen jedoch:

  • wechselnder Gesäßschmerz, verbunden mit Lendensteifigkeit
  • Beschwerden vor dem 40. Lebensjahr
  • Morgensteifigkeit von mehr als 30 Minuten Dauer
  • Verbesserung durch Bewegung, Verschlechterung bei Ruhe
  • häufiges nächtliches Erwachen in der zweiten Nachhälfte aufgrund von Kreuzschmerzen
  • schleichender Beginn
  • Beschwerden sind länger als drei Monate vorhanden
 

Frühe Behandlung mildert Folgeschäden

Dazu kommen häufig Schmerzen an den Fersen, Schmerzen über dem Brustbein oder unsymmetrische Entzündungen einzelner Gelenke (z. B. Hüftgelenk, Kniegelenk). Durch ein MRT kann die Diagnose meist bestätigt werden. Dies ist wichtig, um die Erkrankung adäquat zu behandeln. Denn Morbus Bechterew ist bis heute zwar unheilbar, doch ihr Verlauf lässt sich positiv beeinflussen. Durch regelmäßige Krankengymnastik lässt sich der zunehmenden Verkrümmung entgegenwirken, und zur Behandlung der Entzündungen stehen heute verschiedene Medikamente zur Verfügung.

Foto: © absolutimages - Fotolia.com

Autor:
Hauptkategorie: Medizin
 

Weitere Nachrichten zum Thema Rheuma

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Krebs ist oft Zufall und die Wahrscheinlichkeit, ihn zu bekommen, steigt mit dem Alter. Für mindestens sieben Arten von Krebs aber lässt sich das Erkrankungsrisiko durch eine Abkehr von gesundheitsschädlichen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten deutlich nach unten schrauben. Darauf macht die Deutsche Krebshilfe aufmerksam.


Eine Zecke auf der Haut ist erst mal kein Grund zur Panik. Aber es ist wichtig, sie nach einer Entdeckung schnell und vor allem mit dem richtigen Instrument und der richtigen Technik zu entfernen. Je früher es geschieht, desto geringer ist die Gefahr, sich mit Borreliose zu infizieren. Beim Entfernen muss man aber ein paar Punkte beachten.
 
Kliniken
Interviews
Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.


Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.
Logo Gesundheitsstadt Berlin