. Gesunde Ernährung

Mittelmeerdiät hält Gehirn jung

Die Mittelmeerdiät verlangsamt den Alterungsprozess des Gehirns. Vor allem ein höherer Fisch- und geringerer Fleischkonsum wirken sich positiv aus. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der Columbia University New York.
Zur Mittelmeerküche gehören viel Gemüse und Olivenöl

Die Mittelmeerkost ist gut fürs Gehirn

Die Studie erschien im Fachblatt Neurolgy. Ein Forscherteam um Dr. Yian Gu untersuchte 674 ältere Patienten, die im Durchschnitt 80 Jahre alt waren, nicht an Demenz litten und im New Yorker Stadtteil Washington Heights lebten. Ihre Ernährungsgewohnheiten wurden erfragt, ihr Gehirnvolumen per MRT gemessen.

Zur Mittelmeer-Diät gehören viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Nüsse, Fisch und einfach ungesättigte Fettsäuren wie Olivenöl sowie ein geringerer Anteil von gesättigten Fettsäuren, Milchprodukten, Fleisch sowie leichte bis moderate Menge an Alkohol.

Mittelmeerdiät erhält das Gehirn-Volumen

Die MRT-Ergebnisse zeigten, dass Patienten, deren Ernährungsgewohnheiten eher der Mittelmeerdiät entsprachen, ein größeres Gesamthirnvolumen sowie mehr graue und weiße Substanz aufwiesen. Probanden, die mehr Fisch und weniger Fleisch konsumierten, zeigten ein größeres Gesamtvolumen der grauen Substanz.

Der höhere Fischverzehr war mit einer größeren kortikalen Dicke verbunden, kleinere Mengen von Fleisch mit einem größeren Gesamthirnvolumen. Auch Alkohol in Maßen war - verbunden mit einem höheren Fisch und geringerem Fleischverzehr - mit einem größeren Gehirngesamtvolumen verknüpft.

 

Viel Fisch, wenig Fleisch kann indirekt vor Demenz schützen

Die wöchentliche Aufnahme von 85 bis 140 Gramm Fisch und die Reduzierung des Fleischkonsums auf weniger als 100 Gramm täglich könnten gegen den im Alter natürlichen Schrumpfungsprozess des Gehirns (Atrophie) schützen, die gemessene Differenz der Hirnvolumina entsprach einem Unterschied von etwa 5 Jahren.

Damit schützt die Ernährung zumindest indirekt vor neurodegenrativen Erkrankungen wie einer Demenz, die sich in Folge des Schrumpfungsprozesses herausbilden kann. Die Ergebnisse müssten durch weitere Langzeit- und Interventionsstudien bestätigt werden, meinen die Forscher.

Foto: Lily

 

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