. DAK startet Kampagne

Mit Kunst gegen Komasaufen

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und die DAK starteten dieser Tage eine außergewöhnliche Kampagne zur Alkoholprävention. Das Motto: „Kunst gegen Komasaufen“!

Kunst gegen Komasaufen. Das ist das Motto der DAK-Kampagne.

Unter diesem Motto startete nun ein Plakatwettbewerb für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren, der nunmehr zum sechsten Mal stattfindet. Bundesweit sind 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen, schreibt die DAK in einer Pressemitteilung. Hintergrund sei, dass im Jahr 2013 rund 25.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Deshalb fordern Experten eine weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens

Gegen das Komatrinken: Durch Kampagne werden Kinder selbst zu Botschaftern

"Es ist erschreckend, wenn schon zehnjährige Kinder betrunken in einer Klinik landen", sagte Herbert Rebscher, Vorstandschef der DAK-Gesundheit zum Start der Kampagne. Deshalb müssten Schüler offen und ehrlich über das Thema Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden. „Bei `bunt statt blau´ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken, was diese Präventionskampagne so besonders macht", so der DAK-Chef. Laut DAK haben seit 2010 bereits 62.000 Teilnehmer Plakate zum Thema eingereicht. Zahlreiche Landesregierungen, Suchtexperten und Künstler unterstützten die mehrfach ausgezeichnete Aktion.

"Alkoholkonsum bei Jugendlichen und insbesondere das Komasaufen ist ein Problem, das wir nicht ignorieren dürfen", sagt indes auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler. Deshalb setze sie darauf,  dass mithilfe der Kampagne auch in der Zielgruppe deutlich gemacht werden kann, dass es nicht cool ist, sich ins Krankenhaus zu trinken. 

 

Kampagne wirkt: Viele Kinder lernen besser über die Gefahren des Alkohols

Laut einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) sagte die Mehrheit der jungen Künstler, sie hätten durch den Wettbewerb "bunt statt blau" etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Nach ihrer Einschätzung trägt die Kampagne auch dazu bei, dass junge Leute vernünftiger mit Alkohol umgehen. Die Kampagne „bunt statt blau" ist in den vergangenen Jahren als erfolgreiche Präventions- und Kommunikationskampagne mehrfach ausgezeichnet worden. Aktuell erhielt die Aktion den "Internationalen Deutschen PR-Preis 2014".

Foto: Fotolia - runzelkorn

Autor: Cornelia Wanke
Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
 

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