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05.03.2021

Mit AstraZeneca können jetzt auch Senioren geimpft werden

Der AstraZeneca-Impfstoff ist jetzt auch für Senioren zugelassen. Damit könnten die älteren Corona-Risikogruppen schneller durchgeimpft werden. Über Härtefalle, die aus ärztlicher Sicht eine vorzeitige Impfung benötigen, entscheidet in Berlin eine neue Clearingstelle.
Der Impfstoff von AstraZeneca ist jetzt auch für über 65-jährige zugelassen

Der AstraZeneca-Impfstoff ist jetzt auch für Senioren zugelassen. Das teilte die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (Stiko) mit. Bislang durfte er nur bis 64 Jahren verimpft werden, weil es an entsprechenden Studiendaten fehlte.

Das könnte helfen, die Risikogruppen schneller durchzuimpfen. Bislang geht das nicht rasch genug voran, auch weil die schon länger zugelassenen und bei Älteren erprobten Impfstoffe (Biontech/Pfizer, Moderna) knapp sind.

Vom AstraZeneca-Impfstoff sind mehr Dosen vorrätig

Vom AstraZeneca-Impfstoff sind wiederum mehr Dosen vorhanden als erwartet. Bislang konnten sich damit nur jüngere Risikogruppen wie etwa medizinisches Personal impfen lassen, doch viele schlugen das Angebot aus. Ein Grund: Die Impfung führt relativ häufig zu Nebenwirkungen, die aber rasch abklingen.

Außerdem hat der Impfstoff  laut der Zulassungsstudien eine geringere Wirksamkeit als die Konkurrenz-Präparate. Das Paul-Ehrlich-Institut erläutert dazu: Eine Wirksamkeit von 60 Prozent bedeutet nicht einen "nur" 60-prozentigen Schutz des Geimpften, sondern dass 60 Prozent der Fälle verhindert werden, die ohne Impfung auftreten würden.

 

Zwei Dosen im Abstand von 12 Wochen

Für eine vollständige Impfserie sind bei dem AstraZeneca-Impfstoff zwei Impfstoffdosen notwendig. Bei der 2. Impfung soll der Abstand zwischen den beiden Impfungen möglichst 12 Wochen betragen, heißt es bei der Stiko.

Menschen, die bereits eine eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, sollen frühestens 6 Monate nach der Diagnose eine einzige Impfung erhalten.

Mit AstraZeneca können jetzt auch Senioren geimpft werden

Die Entscheidung der Impfkommission beruht auf der Auswertung neuer Studien. Die Daten wurden im Rahmen der breiten Anwendung des Impfstoffs in England und Schottland erhoben. Sie liefern robuste Ergebnisse zur guten Wirksamkeit des Impfstoffs in höheren Altersgruppen bereits nach der ersten Dosis.

Die Wirksamkeit in Bezug auf die Verhinderung von Covid-19-Erkrankungen und insbesondere in Bezug auf die Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe wurde eindrücklich belegt. Mit AstraZeneca können daher jetzt auch deutsche Senioren geimpft werden.

Clearing-Stelle entscheidet in Berlin über Härtefälle

Die Impfreihenfolge ist in der bundesweiten Impfverordnung festgelegt. Demnächst sind die 70-jährigen dran. Außerdem Patienten mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Diese werden in Berlin von der Kassenärztlichen Vereinigung zur Impfung eingeladen.

Doch nicht alle Vorerkrankungen und Krankheitsbilder, die eine vorgezogene Impfung sinnvoll machen, sind in der Impfverordnung erfasst. Für Härtefalle hat das Land Berlin eine Impf-Clearingstelle geschaffen. Sie entscheidet auf Antrag und nach ärztlicher Beurteilung, ob eine vorrangige Impfung möglich ist. Die Clearingstelle ist unter Clearing-Impfen@LAGeSo.Berlin.de erreichbar.

Foto: Adobe Stock/David Pereiras

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