. Bundesgesundheitsministerium

Minister Gröhe beruft neuen Sachverständigenrat

Berufen wurde der neue Sachverständigenrat für die Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen schon im Dezember. Gestern aber wurde es offiziell: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat den Mitgliedern in einer feierlichen Zeremonie ihre Ernennungsurkunden überreicht.

Was unser Gesundheitswesen wert ist, analysieren Experten.

Der Sachverständigenrat war mit Wirkung zum 19. Dezember 2014 neu berufen worden. Gestern folgten dann die offizielle Beurkundung.  Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sagte bei der Verleihung der Urkunden: "Ich freue mich, sieben anerkannte Expertinnen und Experten aus Medizin, Pflegewissenschaft und Gesundheitsökonomie in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen berufen zu können.“ Der neu berufene Rat bündele medizinisch-pflegewissenschaftlichen und ökonomischen Sachverstand. „Die wissenschaftlichen Analysen und die darauf aufbauenden Empfehlungen dieses unabhängigen Gremiums geben wichtige Anregungen für die gesundheitspolitische Arbeit von Regierung und Parlament." 

Vieles hat der Sachverständigenrat bisher angeregt – nicht alles wurde aber umgesetzt

Diese wurden zwar nicht alle in die Tat umgesetzt – immerhin aber haben sie viele positive Anreize im Gesundheitswesen gesetzt. Bis heute aber wird immer noch die mangelnde Zusammenarbeit zwischen den Sektoren und unter den verschiedenen Leistungserbringern bemängelt.

Neu berufen wurden die Pflege-Expertin Prof. Dr. Gabriele Meyer (Universität Halle) und der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Jonas Schreyögg (Universität Hamburg). Wieder berufen wurden der Allgemeinmediziner Prof. Dr. Ferdinand Gerlach (Universität Frankfurt), der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Wolfgang Greiner (Universität Bielefeld), die Internistin und Nephrologin Prof. Dr. Marion Haubitz (Universität Hannover), die Pharmakologin Prof. Dr. Petra Thürmann (Universität Witten-Herdecke) und der Gesundheitsökonom Prof. Dr. Eberhard Wille (Universität Mannheim).

Noch in diesem Jahr soll ein Sondergutachten zum Krankengeld vorgelegt werden

Der Sachverständigenrat soll die Entwicklung der gesundheitlichen Versorgung und ihre medizinischen und wirtschaftlichen Auswirkungen analysieren sowie Vorschläge für den Abbau von Versorgungsdefiziten und bestehender Überversorgungen ausarbeiten. Bereits in diesem Jahr soll der Sachverständigenrat ein Sondergutachten zur Entwicklung des Krankengeldes vorlegen. Hier gab es immer wieder Kritik seitens einiger Kassenverbände.

Nach dem Termin mit Bundesgesundheitsminister Gröhe wählte der Sachverständigenrat in seiner konstituierenden Sitzung Professor Dr. Ferdinand Gerlach zu seinem Vorsitzenden und Professor Dr. Eberhard Wille zu seinem Stellvertreter.

Foto: Fotolia - Gina Sanders

Autor: Cornelia Wanke
Hauptkategorie: Gesundheitspolitik

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